Archivierter Artikel vom 21.02.2021, 20:00 Uhr
Siegen

Fachwerkhäuser als Fotokunst: Besondere Ausstellung in der Art Galerie eröffnet

Der Siegener Fotokünstler Thomas Kellner eröffnete jüngst in der Art Galerie seine Ausstellung „Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes heute“.

Helga und Thomas Kellner vor einem der Tableaus der Eiserfelder Fachwerkhäuser in der Art Galerie. Foto:  Thomas Kellner
Helga und Thomas Kellner vor einem der Tableaus der Eiserfelder Fachwerkhäuser in der Art Galerie.
Foto: Thomas Kellner

Die Besucher fanden sich per Zoom ein und ließen sich von seinen ausdruckstarken Bildern beeindrucken. Sie konnten zunächst die neuen Arbeiten von Kellner betrachten. Die Bilder zeigen jene Fachwerkhäuser in Eiserfeld, die Bernhard und Hilla Becher vor 50 Jahren für ihre Typologie der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes fotografiert haben, die Kellner 2015 im Auftrag des Siegener „Museums für Gegenwartskunst“ für den Rundgang Eiserfeld fotografierte.

Die Ausstellung traf auf großes Interesse. Mehrere Kollegen und auch eine Fotografie-Professorin aus Düsseldorf nahmen an der Eröffnung teil, um die außergewöhnlichen neuen Aufnahmen der Fachwerkhäuser zu entdecken. „Der Fotograf hat in dieser Modellwelt – im ästhetischen Sinn verstanden – wohlüberlegt mit uns ,gespielt'“, charakterisiert Dr. Andrea Gnam, freie Literaturwissenschaftlerin aus Karlsruhe, Kellners Arbeit.

In seiner Ausstellung steht vor allem die Bildbearbeitung der Fachwerkhäuser und deren Ausdruck im Vordergrund. Thomas Kellner wählt eine farbliche Brechung in seinen Werken, dabei entzieht er den Fotos ihre Farben. Nach der Rede führte Thomas Kellner mit einer Videofahrt durch die in Tableaus, Paaren und Reihen gehängte Ausstellung. Die Präsentation wird ergänzt von einführenden Texten in die Typologie der Bechers, ihr Leben und Werk, Kellners neue Fachwerkhäuser und mehr.

Bis zum Ende des Lockdowns sind einige Bilder im Schaufenster der Art Galerie zu sehen. Der Katalog zur Ausstellung kann beim Verlag Seltmann Publishers für 25 Euro bestellt werden. Die Ausstellung läuft noch bis mindestens zum 1. Mai.