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Westerwald/Lesbos

Evangelisches Dekanat Westerwald: Hilfe für Lager auf Lesbos mit Bedacht

Corona verhindert derzeit weitere Kleiderspenden für das Flüchtlingslager auf Lesbos. Der Selterser Spenderkreis – ein gemeinsames Projekt des Evangelischen Dekanats Westerwald, der Evangelischen Kirchengemeinde Selters, der Katholischen Pfarrei Sankt Anna Herschbach und des Seniorenheims St. Franziskus Selters – hat in den zurückliegenden Tagen und Wochen mehrmals Hilfsgüter für das neue Flüchtlingslager Mavrovouni auf Lesbos zur Hilfsorganisation Gain (Global Aid Network) nach Gießen gebracht, heißt es in einer Pressemitteilung des Dekanats. Unter anderem sind 60 Hygienepakete unterwegs, die dringend gebraucht werden. Kleidungsstücke können aber derzeit nicht mehr angenommen werden. Für gewöhnlich werden sie im Lager auf einer Art Basar vergeben, wo sich jeder nehmen könne, was gerade aktuell gebraucht wird und auch passt, berichtet die Einsatzleiterin von Gain auf Lesbos, die aus Daaden stammende Andrea Wegener. Das ist wegen der Corona-Pandemie aber derzeit nicht möglich. Sie rät, sich eng mit Gain in Gießen abzustimmen, da es Phasen gebe, in denen die Verteilung nicht möglich sei. „Wir werden weiter Güter brauchen, die Frage ist, wann, welche“, sagt Wegener. Im Westerwald dauerhaft gelagert werden können die Spenden auch nicht, da im Evangelischen Gemeindehaus in Selters und im ehemaligen Kleiderhaus „Geben und Nehmen“ keine Lagerflächen mehr zur Verfügung stehen. Der Mietvertrag für das geschlossene Kleiderhaus ist ausgelaufen. Hygienepakete und Decken werden aber noch angenommen.

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Die Hilfe aus dem Westerwald kommt also an, muss aber zurzeit besonders genau den Bedürfnissen angepasst sein, so das Dekanat. Die Kontaktdaten der Sammelstellen und Schließzeiten über die Feiertage: Das zentrale Pfarrbüro Herschbach, Heinrich-te-Poel-Straße 5-7, (Telefon 02626/927.800, E-Mail: herschbach@pfarrei-st-anna.de) hat Montag bis Freitag von 10-12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag von ...