Kreis Altenkirchen

Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen ruft auf: Wasserprojekt im Kongo benötigt Hilfe

Nach einem Erdrutsch mitten in den Renovierungsarbeiten der wichtigen Wasserquelle Manunga wurden die Freunde des Altenkirchener Kirchenkreises in Muku von einem Unwetter hart getroffen. Um weiter bauen zu können und die Quelle langfristig zu sichern, wurden jetzt Hänge abgesichert und unter fachmännischer Anleitung bepflanzt. Doch es fehlt Geld für die neuen Zusatzarbeiten.  Foto: Partnerschaftsgruppe Muku
Nach einem Erdrutsch mitten in den Renovierungsarbeiten der wichtigen Wasserquelle Manunga wurden die Freunde des Altenkirchener Kirchenkreises in Muku von einem Unwetter hart getroffen. Um weiter bauen zu können und die Quelle langfristig zu sichern, wurden jetzt Hänge abgesichert und unter fachmännischer Anleitung bepflanzt. Doch es fehlt Geld für die neuen Zusatzarbeiten. Foto: Partnerschaftsgruppe Muku

Auf die Freude, dass eine dringend notwendige Instandsetzung des Wasser- und Stromprojektes Manunga bei den Partnern im Kirchenkreis Muku im afrikanischen Kongo endlich gestartet war, folgten kürzlich erst einmal Schrecken und Angst bei den evangelischen Freunden im Kirchenkreis Altenkirchen. Kurz vor Ende der Sanierungsarbeiten der Wasseranlagen gab es nach starken Regenfällen in Muku einen Erdrutsch, der die Wasserstation – das Pumpenhaus – an der Manunga-Quelle zerstörte. Zeitweilig musste sogar befürchtet werden, dass auch die Quelle verschüttet sei. Das hat sich laut einer Pressemitteilung des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen mittlerweile nicht bestätigt, aber die zusätzlichen Arbeiten, die nun nötig sind, um die Menschen in Muku – und vor allem auch die Krankenstation dort – wieder mit Wasser zu versorgen, sind eine große Herausforderung und teuer.

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1984 begannen die gemeinsamen Planungen in Altenkirchen und Muku, um die Brunnenanlage bei den Partnern im Ost-Kongo aufzubauen. „Gesundes Wasser und Strom für Muku – Manunga“ heißt es seither. Dank zahlreicher finanzieller Hilfen aus dem Kirchenkreis Altenkirchen und seiner Gemeinden, und mittels tatkräftigen Einsatzes von Fachleuten aus dem Westerwald und Siegerland, die teils für mehrere Phasen in Muku vor Ort halfen, konnte in den Folgejahren die Wasser- und Stromversorgung aufgebaut werden.

Nach mehr als 25 Jahren nagte nun nicht nur der „Zahn der Zeit“ an den Anlagen, auch die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region oder die Bevölkerungszunahme durch Binnen-Flüchtlinge hinterließen Spuren, und eine gründliche Sanierung wurde dringlich. Mittels Spenden und Unterstützung von Brot für die Welt konnte es dann im Sommer 2020 losgehen mit den Sanierungsarbeiten.

Tatkräftig ging man in Muku ans Werk, und ein Ende der Arbeiten rückte näher. Dann kam das unheilvolle Unwetter. Mit rund 20.000 Dollar an Zusatzkosten wird nun gerechnet, damit es mit den Renovierungsarbeiten weitergehen und eine funktionstüchtige Anlage in Dauerbetrieb gehen kann. Aus dem Haushalt des Kirchenkreises und aus Mitteln des Partnerschaftsausschusses wurden bereits Gelder zur Verfügung gestellt, ebenso gab es eine Sonderkollekte. Doch weitere Spenden sind dringend nötig und können über die Kirchengemeinden und den Kirchenkreis zugeleitet werden.

Während im Kirchenkreis Altenkirchen diese Finanzfragen angepackt werden, packten die Menschen in Muku nach der ersten Schockstarre die praktischen Herausforderungen an und räumten auf. Der Wasserzulauf wurde zunächst provisorisch, mittlerweile dauerhaft gesichert. Um die Wasseranlage langfristig vor Unwetterfolgen zu schützen, pflanzten sie Bäume und Sträucher, bereiteten Schutzmauern vor. Ganz aktuell wächst das neu gebaute Pumpenhaus und damit die Hoffnung, dass bald immer gesundes Wasser fließen kann.

Mehr zum Projekt in Muku gibt es im Internet unter der Adresse www.kirchenkreis-altenkirchen.de