Archivierter Artikel vom 21.09.2020, 06:00 Uhr
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Kirchen

Asyl im Westerwald: Familie hat Angst vor Abschiebung nach Armenien

Hovannes Pavlyan ist zehn Jahre alt und einer der besten seiner Klasse an der St.-Michael-Grundschule in Kirchen. Mathe ist das Lieblingsfach des kleinen Armeniers, der mit Mutter Mariam Grigoryan und Vater Styopa seit fünf Jahren in Kirchen lebt. Er will Programmierer werden, spricht fast nur Deutsch, die armenische Schriftsprache beherrscht er gar nicht. Seine Freunde leben in Kirchen, die nächsten Verwandten in Speyer: die Großeltern und ein Onkel. Jetzt hat Johannes, wie sein Name bei uns heißt, Angst – Angst, dass die Familie von der Ausländerbehörde in Altenkirchen zurück nach Armenien abgeschoben wird. Das kann passieren, denn in Armenien herrscht offiziell kein Krieg, Flüchtlinge von dort können also, anders als die aus Syrien, bei uns kein Asyl beantragen.

Von Peter Seel Lesezeit: 3 Minuten
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