VG Altenahr

Unterstützung an der Haustür: Aufsuchende Hilfe in Dernau und Marienthal unterwegs

Die Teams der aufsuchenden Hilfe klopfen ab Ende Januar wieder an die Türen der Bürger im Gebiet der Verbandsgemeinde Altenahr. Im Gepäck haben werden die Helfer viele Informationen rund um den Wiederaufbau nach der Flut.

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Bieten Hilfe an: Die Teams der aufsuchenden Hilfe, klopfen ab Ende Januar an die Türen von Bürgern in Marienthal nach Dernau. Die aufsuchenden Helfer tragen bei ihren Besuchen Dienstkleidung mit Logos des Helfer-Stabs sowie der Malteser und können sich zusätzlich mit einem Dienstausweis ausweisen.  Foto: Anika Schilling/Helfer-Stab
Bieten Hilfe an: Die Teams der aufsuchenden Hilfe, klopfen ab Ende Januar an die Türen von Bürgern in Marienthal nach Dernau. Die aufsuchenden Helfer tragen bei ihren Besuchen Dienstkleidung mit Logos des Helfer-Stabs sowie der Malteser und können sich zusätzlich mit einem Dienstausweis ausweisen.
Foto: Anika Schilling/Helfer-Stab

Unterwegs sein werden die Mitarbeiter der aufsuchenden Hilfe jeweils als Zweierteams, bestehend von Mitgliedern des Helfer-Stabs und der Malteser. Seit Wochenbeginn ist die aufsuchende Hilfe in Walporzheim anzutreffen, in einigen Tage werden die Helfer in Marienthal und Dernau unterwegs sein. Wie es von den Organisatoren des Hilfsangebots heißt, tragen die Teams Dienstkleidung mit Logos des Helfer-Stabs sowie der Malteser und können sich zusätzlich mit einem Dienstausweis ausweisen.

Unterstützung bei Handwerkersuche und Co.

„Wir Malteser freuen uns, unseren Beitrag zu leisten, betroffenen Haushalten mit wichtigen Informationen und einem offenen Ohr für ihre Sorgen zur Seite zu stehen“, sagt Michael Kaufmann, Projektleiter der Malteser für die Fluthilfe im Ahrtal. Wenn die Teams niemanden antreffen, hinterlassen sie ihre Kontaktdaten, damit sich Betroffene bei Bedarf später noch an sie wenden können. „Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie uns sehen. Wir führen Gespräche über alles, was ansteht: Handwerker, Finanzierung, psychologische Auswirkungen der Flut – wir sind offen für alle Themen, die Betroffene uns anvertrauen“, sagt Ina Lotz, Projektorganisatorin der aufsuchenden Hilfe beim Helfer-Stab.

Hilfe bei der Handwerkersuche wird laut den Organisatoren der aufsuchenden Hilfe genauso vermittelt, wie der Unterstützungsbedarf bei ISB-Anträgen oder bei der Kinderbetreuung. Zudem werde benötigte Hilfe auf Wunsch direkt bei den entsprechenden Stellen angestoßen – oder von dem Team von Helfer-Stab und Maltesern selbst geleistet. Auf diese Weise werde für fast jedes Problem eine Lösung gefunden, heißt es in der Pressemitteilung der aufsuchenden Hilfe weiter.

Hilfe zur Selbsthilfe

„Es freut uns zu sehen, dass wir Menschen helfen können, sich selbst zu helfen“, sagt Missy Motown. Die Geschäftsführerin des Helfer-Stabs war selbst in der aufsuchenden Hilfe unterwegs. „Viele Betroffene gehen nach unseren Besuchen los, um sich Unterstützung in Infopoints oder bei ähnlichen Angeboten zu holen. Manchmal braucht es nur einige Informationen mehr zu bestehenden Hilfsangeboten. Diese ergänzenden Informationen bringen wir genauso mit wie unser offenes Ohr.“

Der Helfer-Stab bietet einen Außendienst zur Antragsstellung für ISB-Anträge an. Menschen, die keinen Zugang zu einem Info-Point haben, können einen Termin per E-Mail oder Telefon vereinbaren. Fragen zur aufsuchenden Hilfe und zum individuellen Hilfsbedarf können unter Telefon 0800 133 66 66 gestellt werden sowie per E-Mail an aufsuchende-hilfe@helfer-stab.de. red

14.000 Adressen bereits besucht

Seit dem offiziellen Beginn des Projektes am 20. April 2022, das in Kooperation mit der Landesregierung, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der ISB entstand, klopfen die Helfer an jede Tür in den flutbetroffenen Gemeinden, um sicherzustellen, dass kein Hilfsbedarf unbemerkt bleibt. Bisher wurden durch das Team von Helfer-Stab und Maltesern über 14.000 Adressen in Altenahr, Altenburg, Kreuzberg, Reimerzhoven, Ahrbrück, Liers, Obliers, Schuld, Rech, Insul, Heppingen, Heimersheim, Bad Neuenahr, Ahrweiler, Müsch, Fuchshofen, Antweiler, Eschenbach, Mayschoß sowie aktuell in Sinzig und Bad Bodendorf aufgesucht. red

Archivierter Artikel vom 23.01.2023, 19:00 Uhr