Archivierter Artikel vom 09.11.2015, 10:33 Uhr
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Rech war im Mittelalter eine bedeutende Wallfahrtsstätte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rech im Jahre 1408, und zwar im Register der Fürsten von Metternich. Im Mittelalter war der Ort eine bedeutende Wallfahrtsstätte: Pilger von weit her verehrten in der Kapelle die heilige Lucia und kauften auf dem Markt Tuch und Leinen. Die strenge, aber der Überlieferung nach auch gerechte Saffenburger Herrschaft ging mit der Zerstörung der Burg im Jahre 1704 zu Ende. 1720 wurde an jenem Platz in Rech, an dem zuvor eine Kapelle zu Ehren St. Lucias gestanden hatte, mit dem Bau einer größeren Kirche aus heimischem Bruchstein begonnen: die Pfarrkirche St. Lucia und Agatha. Aus dem Jahre 1723 stammt die Nepomuk-Brücke, das Wahrzeichen des Weindorfs und einzige Verbindung zwischen dem Ortskern und Ahrrotweinstraße (B 266). Die hübsche vierbogige Steinbrücke steht unter Denkmalschutz und wird von der Statue des heiligen Johannes Nepomuk bewacht, die zentral auf der Brückenbrüstung thront. „Vor böser Zunge und Wassergefahr/ St. Nepomuk uns immer bewahr“, lautet die Inschrift im Sockel der Statue, die jedoch nicht mehr die Originalstatue des Brückenheiligen ist – diese wurde einst beim Sturz in die Ahr zerstört und später erneuert. Die Nepomuk-Brücke gehört zu den ältesten Brücken über die Ahr. Als einzige von ihnen hat sie 1910 das verheerende Hochwasser überstanden. Seitdem wurde sie in Teilen erneuert. Bei der jüngsten Brückensanierung im Jahre 2008 wurden die Pfeiler mit je zwei Fledermaus-Nischen versehen. peo

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