Ahrweiler

Nach Zerstörungen auf Ahrfriedhof: Gräber können besucht werden

Wie geht es weiter auf dem Ahrfriedhof in Ahrweiler? Wann sind Bestattungen dort wieder möglich? Wie aus einer Pressemitteilung der Stadt hervorgeht, gibt es noch viel zu tun.

Trotz aller Zerstörung: Die Gräber auf dem Ahrfriedhof können wieder geschmückt werden.  Foto: Vollrath
Trotz aller Zerstörung: Die Gräber auf dem Ahrfriedhof können wieder geschmückt werden.
Foto: Vollrath

Nach der Unwetterkatastrophe bot der Ahrtorfriedhof ein Bild der Verwüstung. Die Flut hatte dort Tausende Kubikmeter Schlamm, Gestein und Schwemmgut abgelagert, rund ein Drittel der 1750 Gräber wurde dabei stärker beschädigt. Mit Hilfe der Bundeswehr und des THW konnten hier in den letzten Wochen erhebliche Aufräumarbeiten durchgeführt werden. Allein die Bundeswehr hatte hierfür bis zu 100 Soldatinnen und Soldaten abgestellt. Ein Großteil der Arbeiten musste händisch verrichtet werden, um weitere Beschädigungen an den Gräbern möglichst zu vermeiden.

Diese erste Räumung wurde am 24. August abgeschlossen und der Friedhof im Rahmen einer würdigen Gedenkfeier wieder in die Verantwortung der Stadt übergeben. Damit ist ein Status erreicht, der vorerst eine provisorische Nutzung ermöglicht. „Nun gilt es aber die weiteren Schritte sorgfältig zu planen und festzulegen, damit der Friedhof zu einem späteren Zeitpunkt wieder vollumfänglich genutzt werden kann“, so der Erste Beigeordnete Peter Diewald.

Zunächst geht es darum, fehlende Grabstätten zu lokalisieren, ferner sind die notwendigen Arbeiten im öffentlichen Bereich wie Wegebau, Wiedererrichtung von Mauern und Urnenstelen, Herstellung der Wasserversorgung und Instandsetzung der Baulichkeiten zu planen und später dann umzusetzen – das brauche seine Zeit. „Wie lange es für die vollständige Wiederherstellung des Ahrtorfriedhofes braucht oder wann die ersten Bestattungen wieder möglich sind, kann daher im Moment nicht seriös abgeschätzt werden“, heißt es in der Pressemitteilung, zumal ja viele weitere und dringende Aufgaben derzeit abzuleisten seien.

Aber: Der Friedhof stehe den Angehörigen sowie der Allgemeinheit wieder zum Besuch zur Verfügung, und auch die Gräber könnten geschmückt werden. Lediglich von festen Installationen wie Grabumrandungen sollte derzeit abgesehen werden, da selbst bei erhaltenen Gräbern eine Verschiebung durch die Flut und eine damit notwendige Neuvermessung nicht ausgeschlossen werden könne. Die Stadtverwaltung weist die Besucher auf die noch mangelnde Verkehrssicherheit der Wegeflächen hin und macht auf lockere Grabsteine und daraus resultierende Risiken aufmerksam.