Sinzig-Koisdorf

Karnevalsgrößen treten in und für Sinzig auf: Betroffene haben bei „Zesammestonn“ freien Eintritt

In rund zwei Monaten geht sie wieder los, die fünfte Jahreszeit voller Schunkeln, Marschmusik und ausgelassener Stimmung. Dass viele Menschen im Ahrtal dem Beginn der Karnevalssession wohl nicht sehr entgegenfiebern, sollte jedem aufgrund der aktuellen Situation klar sein.

Von Tim Saynisch
Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.
Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.
Foto: Niki Siegenbruck

Zu groß sind für viele die Sorgen um das eigene Heim und zu ungewiss die Zukunftsaussichten. Dem sind sich auch viele Größen des Kölner Karnevals bewusst, die nun am Samstag, 11. September, zu einer Benefizveranstaltung auf dem Sportplatz in Sinzig-Koisdorf anreisen. „Zesammestonn“ heißt das Motto des Abends, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Die Veranstaltergemeinschaft verspricht, dass die Ticketeinnahmen zu 100 Prozent weitergegeben werden. Um das garantieren zu können, ist auch die Stadt Sinzig als Ausrichter mit im Boot.

Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.
Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.

Die Idee für eine Benefizveranstaltung in Sinzig kam unmittelbar nach der Flutnacht auf. „Es war eine gemeinsame Idee der KG Närrische Buben Sinzig und der KG Rievkooche Blau-Weiß Bad Bodendorf, die dann wiederum uns angesprochen haben“, berichtet Lutz Baumann, Erster Vorsitzender des SC Bad Bodendorf. Die drei Vereine stellen die Veranstaltung gemeinsam mit der Stadt Sinzig auf die Beine, wobei Baumann nicht müde wird zu betonen, dass die treibenden Köpfe hinter dem Ganzen definitiv in den Reihen der beiden Karnevalsgesellschaften zu finden seien.

Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.
Die Räuber wie auch Marc Metzger sind seit Jahren aus dem Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken. Am Samstag, 11. September, treten sie in Sinzig-Koisdorf ohne Gage auf, um für die Betroffenen der Flutkatastrophe in Sinzig und seinen Ortsteilen zu sammeln. Unterstützt werden sie dabei von der Brass- und Performanceband „Druckluft“ und vielen weiteren Künstlern.

Volker Thormann von den Närrischen Buben und Jürgen Werf, Vorsitzender der KG Rievkooche, sei es zu verdanken, dass die Veranstaltung nun über die Bühne gehen kann. Dass in so kurzer Zeit auch noch eine Reihe kölscher Karnevalsprominenz gewonnen werden konnte, sei auf Werfs Kontakte zurückzuführen. „Er hatte bereits Monate vor der Flut angefangen, eine Galaveranstaltung mit den Räubern in Bad Bodendorf zu planen“, schildert Baumann. Die Band hatte auch schon zugesagt. Doch unmittelbar nach der Flut sei man sich bei den Rievkooche einig gewesen, diese Gala unter den neuen Vorzeichen nicht feiern zu wollen. „Also wurde die Gala bereits am 16. Juli abgesagt.“ Ob es nun dem Glück oder dem Zufall zu verdanken ist, dass die Räuber nach wie vor einen weißen Fleck im Kalender hatten, als sie nun für die Benefizveranstaltung angefragt wurden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. „Jürgen Werf hat daraufhin aber auch noch andere angesprochen, wie etwa Marc Metzger und Hans Meiser, und die kommen ja jetzt auch alle“, freut sich Lutz Baumann.

Egal, ob die Räuber, Druckluft, die Köbesse, Steven Alan oder Marc Metzger und Hans Meiser: Die insgesamt acht Künstler und Gruppen, die sich für Samstag angekündigt haben, verzichten laut Veranstalter allesamt auf ihre Gage. Und auch bei den Bereitstellern der Konzertinfrastruktur schlägt das Herz für die Menschen im Ahrtal und deren Unterstützung. Eine Brauerei stelle beispielsweise kostenlose Kühlwagen und Getränke bereit, ein Containerdienst verzichte auf die Miete für die Künstlergarderoben und die Toilettenwagen, berichtet Baumann. Die drei Vereine kümmerten sich ehrenamtlich um alle anfallenden Aufgaben, von der Einlasskontrolle über die Bewirtung bis hin zur Künstlerbetreuung, sodass auch dort keine Kosten entstehen. Gemeinsam für die Flutopfer, lautet die klare Marschrichtung.

Die Veranstaltergemeinschaft erhofft sich, bis zu 2500 oder 3000 Gäste begrüßen zu können. Damit die sicher zum Ort des Geschehens und auch wieder zurück kommen, wird eigens ein Shuttleservice eingerichtet. In die Busse kann man am Bahnhof in Bad Bodendorf oder in Sinzig an der Jahnwiese oder am Krupp-Verlag-Parkplatz zusteigen. „Die Busse fahren ab 14.30 Uhr, um den Besuchern die Möglichkeit der frühen Anreise zu geben. Wir wissen doch alle, wie das ist: Die besten Plätze sind begehrt und wollen früh reserviert werden“, mutmaßt Baumann.

Eine individuelle Anreise zum Veranstaltungsgelände wird nicht möglich sein. „Die Wege sind gesperrt“, macht Baumann deutlich. Beginnen soll „Zesammestonn“ um 17 Uhr, der Eintritt kostet 19 Euro. Geschädigte der Katastrophe zahlen nichts. Während der Abend vorrangig durch die Vereine organisiert wird, soll die Verteilung der Erlöse schlussendlich vor allem durch den vierten Veranstalter, die Stadt Sinzig, abgewickelt werden. „Die Stadt kennt die Bedarfe am besten“, erklärt Baumann. Von der Aktion sollen sowohl Privatpersonen als auch Vereine mit zerstörten Anlagen profitieren können.

Von unserem Redakteur Tim Saynisch