Bad Neuenahr-Ahrweiler

Drei Jahre nach der Ahrflut: Einwohnerzahl in Bad Neuenahr-Ahrweiler steigt

Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Ahrtal
Bad Neuenahr-Ahrweiler mehr als zweieinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe an der Ahr. Foto: Thomas Frey/picture alliance/dpa

Rund drei Jahre ist die Flutkatastrophe im Ahrtal nun her. Der Wiederaufbau schreitet voran – und auch die Menschen kehren zurück ins Tal.

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In Bad Neuenahr-Ahrweiler leben rund drei Jahre nach der tödlichen Flutkatastrophe wieder fast genauso viele Menschen wie davor. Das Einwohnermeldeamt verzeichne zurzeit jeden Monat rund 80 neue Bürger, teilte die Stadt mit. Die Zahl der Einwohner liege mit 29.000 nun nur noch knapp unter dem Niveau vor der Flut. Damals waren es demnach rund 29.850. Einer der Gründe: „Dank der zahlreichen wiedereröffneten Gastronomiebetriebe und der Vielfalt an Veranstaltungen zieht auch der Tourismus als wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Kreisstadt an", heißt es.

Bad Neuenahr-Ahrweiler war bei der tödlichen Flutkatastrophe im Juli 2021 besonders stark betroffen. Laut Stadt entstanden an der städtischen Infrastruktur Schäden von 1,7 Milliarden Euro. „Zahlreiche Straßen, Brücken, Park- und Friedhofsanlagen, Kindergärten und Schulen waren damals zerstört oder stark beschädigt worden“, hieß es. Mittlerweile seien rund 370 Förderanträge beim Land gestellt und 235 Millionen Euro bewilligt worden.

Bürgermeister Guido Orthen fordert eine schnellere Prüfung von Förderanträgen. Zudem hält er eine Pflichtversicherung für Elementarschäden für notwendig. „Die Flutkatastrophe hat uns allen mehr als deutlich vor Augen geführt, dass das gesamte Ahrtal bei Fragen der Bebauung in Zukunft anders gedacht werden muss“, sagte er laut Mitteilung. „Dies betrifft auch den Versicherungsschutz von Gebäuden bei Elementarschäden, der wie viele Menschen hier und in anderen Hochwasser-Gebieten schmerzhaft erfahren mussten, vielfach nicht ausreicht.“ red