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Bad Breisig

Bad Breisig kämpft um Limes-Welterbe: Appell an die Landesregierung Rheinland-Pfalz

Von Nicolaj Meyer

Hat Bad Breisig doch noch Chancen, Teil des Weltkulturerbes zu sein? Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen sowie den Niederlanden hat das Land Rheinland-Pfalz am 9. Januar 2020 bei der Unesco beantragt, den Niedergermanischen Limes (siehe Info) als Weltkulturerbe anzuerkennen. So groß die Hoffnung etwa in Remagen war, daraufhin Touristen anzuziehen, so groß war die Enttäuschung in Bad Breisig, als bekannt wurde, dass die Quellenstadt keine Berücksichtigung im Antrag finden sollte. Nun kämpfen die Christdemokraten erneut für eine Beteiligung Bad Breisigs.

Lesezeit: 2 Minuten
Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Weidenbach hatte sich bereits 2018 an das Land Rheinland-Pfalz gewandt und für Bad Breisig als Bestandteil des Weltkulturerbes „Nasser Limes“ geworben – immerhin endete er hier. Dass die Stadt im Antrag nicht vorkommt, unterliegt folgender Begründung: Es werden nur bestimmte, noch erhaltene militärische Anlagen aufgenommen. Deshalb ist Remagen ...
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Der Niedergermanische Limes

Als Niedergermanischer Limes wird die ehemalige Grenze zwischen den römischen Provinzen Germania inferior und Germania magna bezeichnet.

Der Niedergermanische Limes trennte den linksrheinischen Teil des Rheinlands sowie der Niederlande, der Bestandteil des Römischen Reichs war, von den nur bedingt kontrollierten rechtsrheinischen Gebieten ab. Der Limesverlauf begann im Mündungsbereich des Oude Rijns bei Katwijk in die Nordsee. Er folgte dem Flusslauf des Rheins und endete am Vinxtbach im heutigen Niederbreisig, der Grenze zur Provinz Germania superior.

Auf der gegenüberliegenden rechten Rheinseite begann mit dem Kleinkastell Rheinbrohl der Obergermanische Limes. Es handelte sich beim Niedergermanischen Limes nicht um einen mit Wall, Palisaden und Wachtürmen befestigten Limes, sondern um eine Flussgrenze. Die Rheinlinie war mit einer Kette von Kastellen für Auxiliartruppen gesichert.

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