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Kreis Ahrweiler

Abitur: Abschlussjahrgänge sind auf der Zielgeraden

Von Mirjam Hagebölling
Wieder muss ein Abiturjahrgang wegen der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen ans Ziel kommen. Die RZ hat nachgefragt, wie die Schüler das geschafft haben.  Foto: dpa/Felix Kästle
Wieder muss ein Abiturjahrgang wegen der Corona-Pandemie unter erschwerten Bedingungen ans Ziel kommen. Die RZ hat nachgefragt, wie die Schüler das geschafft haben. Foto: dpa/Felix Kästle

Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Fernunterricht seit Anfang des Jahres stellt für Schüler und Eltern gleichermaßen eine enorme Belastung dar. Die Rhein-Zeitung hat sich bei den Schulen im Kreis umgehört und gefragt, wie die Abschlussjahrgänge vorbereitet sind.

Lesezeit: 4 Minuten
Laut einer Umfrage des Regionalelternbeirates Koblenz fürchten viele Eltern Lernrückstände und damit Schwierigkeiten bei den Realschulabschlüssen und dem Abitur. An Gymnasien, die in neun Jahren (G9) zum Abitur führen, laufen bis zum 24. März die mündlichen Abiturprüfungen. Für die Schüler, die nach acht Jahren (G8) ihr Abitur absolvieren, beginnen die ...
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Elternumfrage zum Fernunterricht – Aus dem Kreis Ahrweiler kamen rund 800 Rückmeldungen

Der Regionalelternbeirat für den Schulbezirk Koblenz hat im Februar eine Elternumfrage durchgeführt. In die Zuständigkeit des Schulbezirks Koblenz fällt auch der Kreis Ahrweiler. Insgesamt haben mehr als 9000 Eltern an der Umfrage teilgenommen, aus dem Kreis Ahrweiler kamen rund 800 Rückmeldungen.

Die wichtigsten Ergebnisse: Mehr als ein Drittel aller Eltern bewerten die Lernstoffvermittlung im Fernunterricht mit ausreichend oder mangelhaft. Die Kritik ist vor allem, dass die Zeit zwischen dem ersten und zweiten Lockdown nicht ausreichend genutzt wurde, um die Schulen bestmöglich auf den Fernunterricht vorzubereiten. In den Ergebnissen der Studie heißt es: „Während einige Familien fehlende Leihgeräte oder die Betreuung der Schüler von sich aus kompensieren können, ist dies insbesondere für Haushalte mit mehreren Kindern, mit fehlenden technischen Mitteln oder schlechter Internetverbindung nicht möglich. Diese Familien befürchten Probleme aufgrund von Lernrückständen beim Übergang von der Grundschule und der Orientierungsstufe der Realschule plus auf das Gymnasium sowie beim Abitur 2021 und 2022.“ Insgesamt hänge der Lernerfolg von Schülern im Fernunterricht vermehrt von Schule, Schulart, Einstellung der Lehrer, verwendeten Tools und dem familiären Hintergrund ab. Fehlendes Feedback zu Arbeitsaufträgen führe dazu, dass Schüler ihren Lernstand nicht zurückgespiegelt bekommen, was demotivierend sei. Darüber hinaus sei fraglich, ob ohne regelmäßige Einsicht der erledigten Arbeitsaufträge die Lehrkräfte den Lernstand ihrer Schüler realistisch einschätzen können. Der Datenschutz werde zu Lasten des Bildungserfolgs priorisiert. Besonders unzufrieden sind die Eltern mit den landeseigenen Systemen Moodle und Big Blue Button, beide funktionierten nicht störungsfrei. Die Schulen, die hingegen im Fernunterricht auf Microsoft Teams setzten, hatten keinerlei Schwierigkeiten. Dieses Programm darf aufgrund von Datenschutzbestimmungen eigentlich nur befristet genutzt werden. Vor zwei Wochen einigten sich schließlich der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte und das Bildungsministerium auf eine weitere Nutzung bis zum Sommer 2022 mit der Begründung, man wolle den Schulen die Umgewöhnung auf ein neues System ersparen.

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