Archivierter Artikel vom 09.07.2022, 06:16 Uhr
Ahrtal

Der Foto-Vergleich ein Jahr nach der Flut: An vielen Orten im Ahrtal ist bis heute fast nichts passiert

Ein Jahr liegt das wohl schlimmste Ereignis zurück, das je im Kreis Ahrweiler stattgefunden hat. Der Wiederaufbau nach der Jahrhundertflut wird viel Zeit in Anspruch nehmen. Doch was ist in zwölf Monaten passiert? Wir haben mehrere Stellen aufgesucht, die in den Tagen nach der Flut abgelichtet wurden und diese aus derselben Perspektive erneut fotografiert.

Von Jens Weber/Fabian Strunk/Ronja Stephan

Die Straße vor dem Bahnhof in Altenahr wurde in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 von der Ahr verschlungen. Das Flussbett reicht bis fast an die Eingangstür. Die Gebäude stehen ein Jahr danach noch, der angespülte Schutt ist entsorgt, der Baum gefällt worden. Die Straße wurde aufgeschüttet, aber noch nicht geteert, das Flussbett verkleinert.

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Die sonst so harmlos wirkende Ahr richtete am Tunnel in Altenahr einen massiven Schaden an. Autos, Häuser und sogar die Straße wurden komplett weggerissen. Gleich neben der Einfahrt in den Tunnel stand das „Motorhotel am Tunnel“, welches bereits im November 2018, in einer Zeit vor Corona und der Jahrhundertflut, die Schotten dicht machte. Nach den Schäden durch die Flut ist es nicht zu einer Sanierung des Gebäudes gekommen: Heute findet man dort nur noch einen haufen Schotter.

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Die Wassermengen spülten alles fort, was ihnen in den Weg kam. An der Brücke in Kreuzberg blieben viele der Gegenstände hängen und ließen die Brücke unter Schwemmgut verschwinden. Nach mühseligen Aufräumarbeiten konnte die Brücke inzwischen freigelegt werden und ist wieder erkennbar: Mit der darunterfließenden Ahr auf ihrem gewohnten Wasserstand.

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Das immer weiter steigende Wasser reichte an einigen Stellen bis ins Obergeschoss der Häuser. Auch in Marienthal, wo die Flut großen Schaden bei nahezu allen Immobilien anrichtete. In der dramatischen Nacht wurden ganze Wände herausgerissen und Lebensgrundlagen zerstört. Der obere Teil dieses Hauses konnte nicht gerettet werden, er wurde wie ein Teil des Gebäudes im Hintergrund abgerissen. Die Fassade zeigt allerdings, dass es auch hier noch viel zu tun gibt.

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Auch Gebäude der Tourismusbranche, wie dieses Hotel in Altenahr, wurden durch die Katastrophe stark beschädigt. Herausgerissene Bäume und alles, was die Flut mit sich schwemmte, blieben hier hängen und zerstörten Fenster und Fassade. Die Schäden hinter der Absperrung sind auch heute noch gut erkennbar – ein kurzfristiger Hotelbetrieb scheint nicht in Sicht zu sein.

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Mit einer gewaltigen Kraft strömte das Wasser durch Mayschoß und zerstörte erbarmungslos das Zuhause vieler Menschen. Herumliegende Betonbrocken lassen erahnen, mit welcher Wucht die Flut sich bewegte. Einige Häuser wurden so stark beschädigt, dass keine Sanierung möglich war und sie abgerissen werden mussten. Ob die noch stehenden Häuser wieder bezogen werden können, ist fraglich.

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Nach der Flut zeigte sich, was das Wasser angerichtet hat. Das verbogene Dorfschild Altenburg, behangen mit Grasbüscheln und Wurzeln, führt auf die zuvor überschwemmte Straße. Dort wurden Bäume, Autos und weitere Gegenstände angespült. Das Wasser reichte auch einige Tage nach der Katastrophe noch immer bis zum Zaun. Heute steht das Dorfschild wieder gerade auf trockenem Untergrund und das Wasser ist zurückgegangen.

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So große Mengen an Elektroschrott kommen in der Regel nicht zusammen: Nachdem das Wasser wieder ins Flussbett der Ahr zurückgekehrt war, räumten die Bewohner von Mayschoß die unbrauchbar gewordenen Maschinen aus ihren Häusern und sammelten diese auf der Hauptstraße der Gemeinde. Mittlerweile lässt sich hier wieder eine aufgeräumte Straße vorfinden. Doch noch immer findet man im Ahrtal viel Schrott, der entsorgt werden muss.

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Demolierte Autos, mitgerissene Tische und eine Menge Dreck hinterließ die Flut vor der Spielbank in Bad Neuenahr. Das Wasser zerstörte große Teile der Anlage und strömte auch in die Räume des Gebäudes. Noch heute ist das Gelände abgesperrt, für die nächsten drei Jahre ist die Spielbank in den örtlichen Bahnhof gezogen.

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