Archivierter Artikel vom 08.11.2018, 09:43 Uhr
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Winningen

Weinbau an der Terrassenmosel: Der Uhlen soll nicht unter Wert verkauft werden

Der Winninger Uhlen gehört sicher zu den bekanntesten Weinlagen an der Mosel. Für Reinhard Löwenstein ist er das „Flaggschiff der Terrassenmosel“, ein „landschaftsarchitektonisches Kleinod“ mit besonderen Böden, auf denen man besonderen Wein produzieren kann. Doch das Arbeiten im Uhlen ist für Winzer wie Löwenstein auch schwierig. Die Hänge sind enorm steil, der Aufwand ist extrem hoch. Dass sich dieser Aufwand auch lohnt, dafür treten Löwenstein und viele seiner Winninger Kollegen schon seit Jahren ein. Doch um hohe Preise für ihren Wein verlangen zu können, muss auch die Qualität stimmen. „Wir können nicht im Uhlen rumturnen, um einfachen Wein zu produzieren“, sagt der renommierte Winzer. Im Kampf um bessere Vermarktungsmöglichkeiten haben die Winninger Weingüter Freiherr von Heddesdorff, Fries, Heymann-Löwenstein, Knebel, Rüdiger Kröber und Richard Richter schon vor Jahren einen Antrag gestellt, geschützte Ursprungsbezeichnungen (gU) für Teile des Uhlens verwenden zu dürfen. Und nach letzter Prüfung durch EU-Behörden haben sie nun Erfolg damit gehabt. Doch was steckt dahinter und was versprechen sich die Winzer davon?

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