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Koblenz

Tatort Busbahnhof: Wie gefährlich ist der Prügeljunkie (36)?

Von Eugen Lambrecht
Lesezeit: 2 Minuten

Mit 18 Jahren drückte er sich das erste Mal Heroin in die Venen. Es war der Startschuss für ein Leben am Abgrund. Heute ist der Bad Emser 36 und ein drahtiger Typ mit Tattoos auf den Fingern und vielen Jahren Haft auf dem Buckel. Seit Mitte Juni steht er mal wieder vor Gericht. Er soll einem Mann am Koblenzer Busbahnhof den Schneidezahn rausgeprügelt, ein Küchenmesser nach seiner Mitbewohnerin geworfen und mit einem Gürtel auf sie eingedroschen haben. Jetzt, am dritten Prozesstag am Landgericht Koblenz, hat die Kammer die Vorstrafen des drogensüchtigen Mannes verlesen – und dafür rund drei Stunden gebraucht.

Demnach zog der Bad Emser in den 1990er-Jahren mit seinen Eltern von Kasachstan nach Deutschland. Die Hauptschule verließ er ohne Abschluss, einen Beruf hat er nie erlernt. Stattdessen rauchte er mit 16 Haschisch, spritzte mit 18 Heroin und landete immer wieder vor Gericht: wegen Diebstahl, Hausfriedensbruch, Computerbetrug und illegalem Drogenbesitz. ...