Archivierter Artikel vom 02.09.2020, 15:45 Uhr
Koblenz

Spatenstich für „Verlag der Zukunft“: In Koblenz entsteht das neue Medienhaus des Mittelrhein-Verlags

Als „tolles Statement für den Standort Koblenz, die Zukunft der Qualitätsmedien und der Meinungsvielfalt in der Region“ bezeichnete der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner den Bau des neuen Medienhauses Mittelrhein-Verlag am Autobahnkreuz Koblenz. Unter Corona-Bedingungen markierte der „erste Spatenstich“ am Mittwoch den offiziellen Baubeginn. Schon in einem Jahr soll das Projekt abgeschlossen sein.

Am 2. September war es soweit: Symbolisch hieß es da – an den Spaten, fertig und...

Jens Weber

...los, für (von links) MRV-Geschäftsführer Thomas Regge, Verleger-Gattin Manuela Lewentz-Twer, Veleger Walterpeter Twer, Oberbürgermeister David Langner, Gesellschafter Dr. Olaf Theisen, sowie Marco Bayer, Niederlassungsleiter von Goldbeck Südwest.

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In Rekordzeit konnte der Mittelrhein-Verlag, vertreten durch Geschäftsführer Thomas Regge (links), die Baugenehmigung für den Neubau in den Händen halten. Wie der neue Verlag einmal aussehen soll, zeigt dieses Model – im Beisein von Oberbürgermeister David Langner und Marco Bayer, Niederlassungsleiter von Goldbeck Südwest.

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Im Gespräch: Chefredakteur Peter Burger (links) und der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner.

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Im Gespräch (von links). MRV-Finanzleiter Manfred Wyrwoll, rz-Last-Mile-Geschäftsführer Lars Lindemann, Leiter Controlling Marko Süsterhenn, mit Gesellschafter Dr. Olaf Theisen.

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Leiter Controlling Marko Süsterhenn, Gesellschafter Dr. Olaf Theisen und Finanzleiter Manfred Wyrwoll

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IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing (von links) mit dem Debeka-Aufsichtsratschef Uwe Laue und dem Vorstandsvorsitzenden der Debeka, Thomas Brahm.

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Für die Verleger-Familien Twer (links) und Theisen ist der Neubau ein zukunftsweisender Schritt für das gesamte Unternehmen.

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Damit konzentriert die Gruppe Mittelrhein-Verlag (Rhein-Zeitung) künftig fast alle ihre Unternehmungen und Fachbereiche an einem Standort. Wie berichtet, wurde der alte Verlags- und Druckstandort im Koblenzer Industriegebiet Rheinhafen an die benachbarte CompuGroup Medical (CGM) verkauft, die dort damit ihrerseits dringend benötigte Erweiterungsflächen neu bebauen kann.

Bereits seit sieben Jahren ist das alte Druckhaus in der August-Horch-Straße verwaist. Auch das 1969 errichtete Verlagshaus, heute noch Sitz von kaufmännischen Verlagsabteilungen und Redaktion, war „in die Jahre gekommen“. In einem ersten Bauabschnitt 2012 hatte der Mittelrhein-Verlag 42 Millionen Euro in ein neues Druckzentrum im strategisch günstig gelegenen Industriepark A61 in der Nähe des Autobahnkreuzes Koblenz investiert. Schon fünf Jahre später wurde es für weitere 30 Millionen Euro um eine dritte Druckmaschine sowie ein großes, hochmodernes Post- und Logistikzentrum erweitert.

Rekordverdächtig: Nur neun Wochen bis zur Baugenehmigung

MRV-Geschäftsführer Thomas Regge freut sich über das Tempo der Stadt

Thomas Regge, Geschäftsführer des Mittelrhein-Verlags, konnte zum Spatenstich einige Vertreter aus Wirtschaft und Kommunalpolitik begrüßen. Den Gesellschaftern des Mittelrhein-Verlags, Dr. Olaf Theisen, Thorn Twer und Walterpeter Twer dankte Regge für deren Bereitschaft, an diesem Standort noch einmal zu investieren, „das ist in Zeiten von Corona sicher keine Selbstverständlichkeit“. Sein Dank galt aber auch der Stadt Koblenz, namentlich Oberbürgermeister David Langner und Baudezernent Bert Flöck, die in „rekordverdächtigen“ neun Wochen die Baugenehmigung erteilt hatten. Das hörten auch die Mitglieder der Regionalinitiative R56plus gerne, deren Ziel es ist, die Wirtschaftsregion Koblenz weiter voranzubringen.

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Das neue Verlagsgebäude wird über fünf Etagen und ein Staffelgeschoss verfügen – 43 Meter lang, 21 Meter breit und knapp 23 Meter hoch. Es wird vollklimatisiert sein: Mit ausreichender Kühlung im Sommer und Luftbefeuchtung im Winter soll ein „Wohlfühlklima“ erzeugt werden, das ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert und Erkrankungen vorbeugt. Das neue Domizil von Verlag und Redaktion wird ausschließlich über Wärmepumpen und über einen Energieboden beheizt. Der Energiebedarf wird dabei teilweise durch eine Photovoltaikanlage selbst erzeugt.

Ein Statement für den Standort Koblenz und die Qualiätsmedien.

Der Koblenzer Oberbürgermeister David Langner freut sich über den Baubeginn

Bereits Ende dieses Jahres soll der Rohbau in Fertigbauweise stehen. Dafür zeichnet die Firma Goldbeck Südwest als Generalübernehmer verantwortlich. Der Innenausbau erfolgt dann im ersten Halbjahr des neuen Jahres. Im Spätsommer 2021 wollen die Rhein-Zeitung, der Verlag für Anzeigenblätter und weitere zur Unternehmensgruppe gehörende Fachbereiche und Abteilungen dann an den neuen Standort umziehen. bur

In einem Baustellentagebuch wird der Neubau begleitet. Unter anderem eine Webcam zeigt den Fortschritt der Arbeiten. Mehr dazu unter www.verlagderzukunft.de