Archivierter Artikel vom 16.07.2014, 16:16 Uhr
Bendorf/Neuwied

Mann seit WM-Feier in Bendorf-Sayn verschwunden: 57-jähriger stürzte in Saynbach [Update 2]

Großer Sucheinsatz in Bendorf-Sayn: Ein 57-Jähriger aus Heimbach wird vermisst, seit er eine WM-Party in Sayn verlassen hat. Die Polizei hofft auf Hinweise. [Update 2:] 57-jähriger Vermisster stürzte in Saynbach

Symbolfoto: Archiv
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Foto: Archiv

Drei Spürhunde, Hubschrauber, Feuerwehr, Polizei Bendorf verstärkt durch Kräfte der Bereitschaftspolizei im Bereich Sayn auf der Suche nach einem 57-Jährigen – bislang erfolglos. Nur Handy und die Tasche wurden gefunden – am Saynbach. Am Mittwochnachmittag ging die Polizei an die Öffentlichkeit.

Erst der Jubel über den WM-Titel, dann verschwunden: Der Gesuchte aus Neuwied-Heimbach hatte gegen 2.30 Uhr eine WM-Feier in Sayn im Deutschland-Trikot verlassen, wollte von der Horchemssttraße nach Hause laufen. Doch dort ist er bis zum Mittwochnachmittag nicht angekommen und sein Verbleib ungeklärt.

Einsatzkräfte fanden sein Handy, eine Tasche, Schlüsselbund im Bereich der B413 unmittelbar am Saynbach. „Der Bach hatte Hochwasser geführt, wir schließen einen Unglücksfall nicht aus“, sagte ein Polizeisprecher. Mantrailer-Hunde konnten zwar eine Spur bis zum Schwimmbad verfolgen, doch es ist unklar, ob die aus der Nacht stammt. Die Suchtrupps kämmten auch in der anderen Richtung bis zum Rhein das Gelände ab. In Sayn schossen wilde Gerüchte ins Kraut, Meldungen über die Tätersuche nach einem Banküberfall verbreiteten sich in Netzwerken.

Doch der Einsatz galt dem Vermissten. Die Polizei hofft auf Hinweise, hat aber bisher kein Foto des Vermissten an die Öffentlichkeit geben können. Der Vermisste ist mit 1,92 Meter sehr groß, etwa 75 Kilo schwer und trug zum Trikot der Fußballnationalmannschaft, blaue Jeanshose und helle Turnschuhe.

Hinweise bitte an Tel. 02622/94020.

law

[Update:] Der Vermisste wurde tot aufgefunden.

msc

[Update 2:] 57-jähriger Vermisster stürzte in Saynbach

Die Obduktion des 57-jährigen Mannes aus Neuwied-Heimbach, der am vergangenen Donnerstag bei Düsseldorf tot aus dem Rhein geborgen wurde (die Rhein-Zeitung berichtete), hat keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ergeben. Damit sind die Ermittlungen abgeschlossen, teilt die Polizei Bendorf auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die Beamten gehen weiterhin davon aus, dass der Mann, der am Montag, 14. Juli, gegen 2.30 Uhr nach einer WM-Feier zu Fuß von Bendorf-Sayn nach Hause unterwegs war, ohne Fremdverschulden in den Saynbach gestürzt ist. Nach Angaben der Polizei führte der Bach zu dem Zeitpunkt wohl so viel Wasser, dass der Mann in den Rhein gespült wurde.

dam