Archivierter Artikel vom 04.10.2017, 09:36 Uhr
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Kleines Weinleselexikon

Rebstock oder Weinstock ist die kultivierte Wuchsform der Weinrebe. Weintrauben sind die Fruchtstände der Weinreben. Die einzelnen Früchte des Fruchtstandes heißen Weinbeeren.

Bei der Lese, wie die Traubenernte genannt wird, schneiden die Lesehelfer die Trauben mit der Wingertsschere ab und sortieren sofort unreife oder verfaulte Beeren aus – das Lesegut darf nicht nach Essig riechen. Erwünscht ist hingegen die Edelfäule (Botrytis Cinera), die mehr nach Honig duftet.

Grad Oechsle ist die Maßeinheit für das Mostgewicht (Most: unvergorener Traubensaft). Gemessen wird der Anteil der gelösten Stoffe im Most, vor allem des Zuckers. Das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Der Zuckergehalt bestimmt den späteren potenziellen Alkoholgehalt im Wein. Das Mostgewicht kann man zum Beispiel mit dem Refraktometer messen.

Im Weingut wird das Lesegut dann gemahlen, das Gemisch aus Most, Beerenschalen und Traubenkernen wird als Maische bezeichnet. Nach einer etwaigen Maischestandzeit beginnt das Keltern, also das Pressen. Und dann darf der Most gären: Hefe wandelt den Zucker in Alkohol um. Quellen: RLP-Tourismus, Wikipedia