Archivierter Artikel vom 29.11.2017, 19:07 Uhr
Koblenz

Gefälschte Marlboros: Warum ein Mafiapate (72) alles bereut

Einst war er ein Pate der Zigarettenmafia, heute braucht er einen Herzschrittmacher und ist pleite: Der 72-Jährige, der am Mittwochmorgen mit einem Rollator in Saal 105 des Landgerichts Koblenz schlurft, blickt im Zorn zurück auf seine Karriere als Schwerverbrecher. Er war vor gut zehn Jahren führendes Mitglied einer internationalen Bande, die in Koblenz, Köln und Österreich gut eine Milliarde gefälschte Marlboro-Zigaretten produzierte, bis nach Spanien verkaufte und einen Gesamtsteuerschaden von mindestens 170 Millionen Euro verursachte. Jetzt zieht er sein vernichtendes Fazit: „Außer Kummer und Sorgen hat mir das alles nichts gebracht!“

Hartmut Wagner Lesezeit: 2 Minuten
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