Bendorf

Förderprogramm unterstützt neues Museum: Im Schloss Sayn soll Digitale Führung entwickelt werden

Im März 2020 hat das Neue Museum Schloss Sayn eröffnet. Die Resonanz ist schon jetzt – trotz Corona und den damit verbundenen Einschränkungen – sehr positiv. Gleichzeitig ist auch diese Kultureinrichtung wie viele andere von der Corona-Krise betroffen und musste im Rahmen des Lockdowns seine Pforten schließen.

Für das Schloss Sayn hat der Kulturverein die Idee für eine digitale Führung im neuen Museum entwickelt. Die beantragte Förderung für dieses Projekt wurde nun von der Bundesregierung bewilligt.
Für das Schloss Sayn hat der Kulturverein die Idee für eine digitale Führung im neuen Museum entwickelt. Die beantragte Förderung für dieses Projekt wurde nun von der Bundesregierung bewilligt.
Foto: Sascha Ditscher

Diese Zeit wurde vom Kulturverein Schloss Sayn kreativ genutzt: Unter anderem wurde die Idee für eine digitale Führung im neuen Museum entwickelt. Die Lösung hieß „DigiWalk“. Vorteil dieser digitalen Technik ist es, eine Führung mithilfe eines besuchereigenen Mobilgerätes völlig kontaktfrei zu garantieren. Der neue Guide wird auch reichlich bebildert sein und durch Filmsequenzen und kleine Geschichten erweitert. Für die Umsetzung dieses Projektes wurde von den Vorstandsmitgliedern Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein-Sayn und Günther Bomm aus dem Programm „Neustart Kultur“ über den Deutschen Verband für Archäologie (DVA) aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Förderung beantragt und jetzt bewilligt. Sabine Dyas, Vorsitzende des Kulturvereins Schloss Sayn, und Schriftführer Günther Bomm haben mit Freude den Fördervertrag unterschrieben, und so kann das Projekt DigiWalk jetzt in Angriff genommen werden.

Angebot auch an internationale Besucher gerichtet

„Wir danken für die Unterstützung und freuen uns, dass es jetzt losgehen kann und wir in Kürze den Besuchern noch mehr Erlebnismöglichkeiten im Neuen Museum Schloss Sayn bieten können“, so Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die das Museum betreibt. Bald kann das interaktive Museum auch mit einem Audioguide, der auf dem Handy oder Tablet sowohl gelesen als auch auf dem Weg durch das Museum angehört werden kann, erkundet werden. Aufgrund der internationalen Vernetzung des Fürstenhauses rechnet das Neue Museum Schloss Sayn zusätzlich zu regionalen und deutschen Besuchern mit Interessenten aus vielen Ländern. Deshalb wird der DigiWalk neben Deutsch auch in Französisch, Englisch und Italienisch erlebbar sein.

Das Neue Museum Schloss Sayn beschäftigt sich mit der Familien-, Orts- und Sozialgeschichte des Fürstenhauses zu Sayn-Wittgen-stein-Sayn und gibt mit Fotografien, Gemälden, Zitaten, Briefen und seltenen Exponaten einen sehr persönlichen Einblick. Seinen Fokus setzt das ungewöhnliche Museum auf zwei Fürstinnen: auf die in Sayn sozial sehr engagierte Fürstin Leonilla, die 1918 mit 102 Jahren starb, und auf die Fotografin Marianne Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, die legendäre „Mamarazza“, die kürzlich 101 Jahre alt wurde. Das Neue Museum ist ausgerichtet auf interessierte Familien, Senioren, Schulklassen sowie Kindergärten. Vor allem Kinder werden durch das spezielle „Kinderreich“ zum Mitmachen eingeladen.