In Teil zwei unserer Memorbuch-Serie blicken wir zurück auf die jüdische Gemeinde in Ehrenbreitstein: Ehrenbreitsteiner Memorbuch: Familiengeschichte(n) konserviert in 156 Einträgen
In Teil zwei unserer Memorbuch-Serie blicken wir zurück auf die jüdische Gemeinde in Ehrenbreitstein
Ehrenbreitsteiner Memorbuch: Familiengeschichte(n) konserviert in 156 Einträgen
Eine Seite aus dem Memorbuch der jüdischen Gemeinde Ehrenbreitstein, dessen erster Eintrag aus dem Jahr 1702 stammt. Foto: Stadtarchiv Koblenz Stadtarchiv Koblenz
Schon die verhältnismäßig niedrige Zahl der Einträge – 156 in rund 200 Jahren – im Ehrenbreitsteiner Memorbuch deutet an, dass es sich um eine recht kleine jüdische Gemeinde handelte. 1755 gab es hier drei jüdische Familien, im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde nie mehr als 77 Mitglieder, 1905 waren es nur noch 15. Trotzdem ist das „Buch des Gedächtnisses der Seelen, die starben und ermordet wurden zur Heiligung des Herrn der Heerscharen“ kein umfassendes Sterberegister.
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Personen wie David Issachar Berman Hakohen, ein jüdischer Metzger, mit deutschem Namen Bärmann Thal, seinem Wohnort entsprechend. Bärmann taucht hier in einer Notiz über den von 1666 bis 1669 in Koblenz wirkenden Rabbi Bacharach auf, in der es heißt, er sei am Sonnabend immer über die Schiffbrücke zum Gottesdienst in die private Synagoge von Simon Koblenz gekommen.