Archivierter Artikel vom 22.05.2017, 17:27 Uhr

Das Beweidungsprojekt hat bundesweit Vorbildcharakter

Seit 2009 leben auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Schmidtenhöhe auf der rechten Rheinseite oberhalb von Koblenz Konikpferde und Taurusrinder. Das Beweidungsprojekt, das vom Naturschutzbund (Nabu) Koblenz betreut wird, erregt bundesweit viel Aufsehen. Im Wesentlichen ging es darum, den Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten, der durch den Abzug der Panzer entstanden ist, gegen Verbuschung zu schützen und so zu erhalten.

Unter anderem leben hier jetzt sehr seltene Fledermaus-, Vogel- und Amphibienarten. Rinder und Pferde wurden vor acht Jahren angesiedelt. Dadurch, dass relativ wenige Tiere auf großem Gelände leben, wird im Sommer nicht alles kahl gefressen. Und dadurch, dass die Tiere das ganze Jahr über draußen sind, bedienen sie sich im Winter zum Beispiel an den Büschen, sodass das Gelände eher einen Savannencharakter hat. dos