Koblenz

Brand in der Koblenzer Kurfürstenstraße: Verdacht gegen 31-jährigen Einbrecher

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat nach einem Brand im Kellergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Kurfürstenstraße in Koblenz am Mittwoch, 18. Januar, ein Ermittlungsverfahren gegen einen 31-jährigen deutschen Staatsangehörigen eingeleitet. Das meldet die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung.

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Die Wohnungen in dem fünfstöckigen Haus waren verqualmt.
Die Wohnungen in dem fünfstöckigen Haus waren verqualmt.
Foto: Sascha Ditscher

Dem Mann wird zur Last gelegt, zunächst am frühen Mittwochabend versucht zu haben, in eine Wohnung in einem anderen Anwesen in der Kurfürstenstraße einzubrechen, um daraus Wertgegenstände zu entwenden. Er steht im Verdacht, nach dem Aufbruch eines auf einem Balkon stehenden Schranks versucht zu haben, die Balkontür zur Wohnung aufzubrechen, heißt es. Dies soll er aufgegeben haben, nachdem er feststellte, dass sich jemand in der Wohnung befand und er die Tat deshalb nicht ungestört durchführen konnte.

Die Koblenzer Feuerwehr war zügig vor Ort.
Die Koblenzer Feuerwehr war zügig vor Ort.
Foto: Sascha Ditscher

Anschließend soll er ein ebenfalls in der Kurfürstenstraße gelegenes Mehrfamilienhaus betreten und in einem dortigen Kellerabteil Unrat mit einem Feuerzeug entzündet haben. Aufgrund der Tat wurden unter anderem eine hölzerne Abtrennung des Abteils und der Putz des Kellerraums beschädigt. Zudem kam es zu einer derart starken Rauchentwicklung, dass 15 Personen, die sich im Haus aufhielten, das Anwesen nicht mehr über das Treppenhaus verlassen konnten, sondern von der Feuerwehr gerettet werden mussten.

Der Schaden liegt ersten Schätzungen zufolge im mittleren fünfstelligen Bereich. Die betroffenen Bewohner sind nach bisherigem Kenntnisstand unverletzt geblieben.

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Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat die Haftrichterin des zuständigen Amtsgerichts Koblenz am Donnerstag, 19. Januar, gegen den Beschuldigten Haftbefehl erlassen wegen Fluchtgefahr und des dringenden Tatverdachts des versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahls und der versuchten schweren Brandstiftung. Bei seiner Vorführung hat der Beschuldigte sich nicht zur Sache geäußert, sondern von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Der Beschuldigte befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft in einer rheinland-pfälzischen Justizvollzugsanstalt.

Die Ermittlungen, die auch die Einholung eines Brandsachverständigengutachtens umfassen, dauern an.

Archivierter Artikel vom 20.01.2023, 15:56 Uhr