Mülheim-Kärlich

AKW Mülheim-Kärlich: Kühlturm fällt im Mai

Im Mai soll der Kühlturm des Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich abgerissen werden. Das teilt die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke mit, die außerdem erstmals offiziell bestätigt, dass damit Platz frei wird für einen Recyclingbetrieb der Firma Zimmermann aus der Nähe von Lahnstein (die RZ berichtete mehrfach).

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Jetzt ist es klar: Der Kühlturm des Atomkraftwerkes Mülheim-Kärlich wird abgerissen. Das hat das Wirtschaftsministerium unter der Leitung von Evelin Lemke mitgeteilt. Foto: Damian Morcinek

Könnte man sich fast an die Wand hängen. Lange Zeit bleibt nicht mehr, das Motiv nachzustellen: Wie RWE bestätigte wird der Turm 2015 abgerissen. Foto: Sascha Ditscher

Ein Atomkraftwerk als Kunstobjekt – diese Idee des umstrittenen deutschen Künstlers Anselm Kiefer fiel 2011 völlig aus dem Rahmen. Es wurde schon gespottet über das AKW – das „Anselm-KunstWerk“… RWE bestätigte Verhandlungen über den Verkauf, Wirtschaftsministerin Lemke kochte. In sozialen Netzwerken wurde manche Idee geboren... Grafik: Svenja Wolf

Auch das geht: Der Kühlturm des Kernkraftwerks Kalkar wurde zur Kletterwand umgenutzt, als ein Investor das Gelände in das Wunderland Kalkar umwandelte.

Koetjuh

Von Beginn an war der Turm den Menschen in der Region ein Dorn im Auge. Dieses Bild entstammt dem Jahr 1996

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Eine prägende Erscheinung: Der Mülheim-Kärlicher Kühlturm aus der Luft fotografiert.

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Das Gelände, auf dem der Kühlturm steht, wurde Ende vergangenen Jahres aus der Atomaufsicht entlassen und von der RWE Power AG an die Firma Zimmermann verkauft. Inzwischen hat RWE auch den Antrag auf ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle am Standort zurückgezogen. Lemke kündigte bereits einen weiteren Meilenstein beim Abbau des AKW an: „Noch in diesem Jahr soll der Abbau des Reaktordruckbehälters genehmigt werden.“ tim