Archivierter Artikel vom 03.12.2014, 09:02 Uhr
Mayen

Wetter vermiest Mayener Krammarkt-Bilanz

Der Nikolauskrammarkt, traditionell der letzte im Marktkalender der Stadt Mayen, fiel für die rund 200 Händler nicht sonderlich zufriedenstellend aus. Bei nasskalten Temperaturen um den Gefrierpunkt wurde die Ausdauer und Geduld einiger auf die harte Probe gestellt, denn die Besucherströme blieben aus.

Dicht umlagert waren die Stände beim Nikolauskrammarkt in Mayen nur selten. Das nasskalte Wetter hielt viele Kunden ab.
Dicht umlagert waren die Stände beim Nikolauskrammarkt in Mayen nur selten. Das nasskalte Wetter hielt viele Kunden ab.
Foto: Andreas Walz

Von unserer Mitarbeiterin Katrin Weber

„Bis auf ein paar Stammkunden ist heute nicht viel“, beklagt sich Reinhard Chwart aus Essen, der an allen Märkten in der Eifelstadt mit seinem Fensterreiniger zu finden ist. Noch dazu muss er für seine Produktdemonstration immer wieder den Lappen in eiskaltes Wasser tauchen. „Das ist sicher kein Vergnügen“, gibt er zu. Eigentlich kommt er immer gern in die Eifelstadt, der Umsatz lohne sich, besonders an Lukasmarkt. „Heute liegt es sicher am Wetter“, meint er.

„Mies“ nennt auch Thomas Förster, der ebenfalls mit allerhand Putzmitteln seinen Stand bestückt hat, den Verlauf des Marktes. „Vielleicht liegt es aber auch an unseren Artikeln. Ich denke, die Leute interessieren sich jetzt mehr für weihnachtliche Accessoires.“

Marion Müller aus Bendorf, die mit Haushaltswaren und Gewürzen auf dem Marktplatz zu finden ist, sieht den Grund für das schlechte Geschäft auch an dem gerade erst stattgefundenen langen Verkaufswochenende. „Am Wochenende war hier erst der Adventsmarkt. Da kommen die Leute nicht unbedingt schon wieder von weit her angereist“, glaubt sie.

Hans Dieter Stein aus Neuwied nennt den Verlauf des Marktes auch „eher schleppend“, hat aber für seine oft ältere Kundschaft durchaus Verständnis. „Heute ist es wirklich sehr ungemütlich. Da kann ich gut verstehen, dass viele Ältere sich entschieden haben, zu Hause zu bleiben.“

Es gibt aber auch positive Stimmen, vor allen von denen, die scheinbar die passenden Produkte anbieten. Am Bekleidungsstand von Hannelore Schütky, die bereits seit 35 Jahren bei allen Märkten in Mayen vertreten ist, ist einiges los. Viele Kunden probieren gleich die warme Mütze und Handschuhe an und entscheiden sich bei den kalten Temperaturen auch leichter, noch den passenden Schal dazu zu kaufen. „Also, ich bin zufrieden. Die warmen, wolligen Sachen scheinen gut anzukommen“, sagt sie. Und Kundin Anneliese Roter lässt sich vom Wetter die Laune nicht verderben: „Ich komme immer gern zu den Märkten, egal bei welchen Temperaturen. Viele Dinge, die ich gern kaufe, finde ich nur hier“, nennt sie als Grund.