Archivierter Artikel vom 27.07.2010, 16:59 Uhr
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Spinnen ist eine Geduldsache

„Ich habe den Faden verloren“ – diese Redensart kennt der Andernacher Heino Peters nicht nur im übertragenden Sinn. „Der Spruch kommt ja aus der Spinnerei. Wenn nämlich der gesponnene Faden während des Spinnvorgangs reißt, wickelt er sich auf der Spule auf und kann dann gegebenenfalls nicht mehr als Fadenende erkannt werden“, sagt der 61-Jährige. Als er vor Jahren mit der Spinnerei anfing, da hat er den Faden häufiger verloren. Doch mittlerweile surrt die Wolle äußerst gleichmäßig auf der Spule, die mittels eines Schwungrads angetrieben wird. „Spinnen ist vor allem Geduldsache. Man muss seinen eigenen Rhythmus für das Fußpedal, das das Spinnrad antreibt, entwickeln“, erklärt Peters, der öfter am Rhein mit seinem Spinnrad sitzt.

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