Archivierter Artikel vom 28.01.2022, 11:56 Uhr
Mayen

Mayen sieht sich bei der Klimabilanz gut aufgestellt: Welche Projekte die Stadt 2021 angegangen ist

Auch 2021 sind in Mayen mehrere Projekte umgesetzt worden, die die Klimabilanz der Stadt verbessern und dabei helfen, Energiekosten einzusparen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Mayen hervor. Im Einzelnen sind das die folgenden Projekte.

Mayen sieht sich bei der Klimabilanz gut aufgestellt.
Mayen sieht sich bei der Klimabilanz gut aufgestellt.
Foto: Walz

1 Stadtradeln: Nachdem die Stadt 2020 erstmalig an der Kampagne Stadtradeln des Klimabündnisses teilgenommen hat und in diesem Zeitraum mehr als 33.000 Kilometer zurückgelegt wurden, wollte Mayen 2021 an diesen Erfolg anknüpfen. Ziel war es wieder, in drei Septemberwochen möglichst viele Mayener zu motivieren, vermehrt – vor allem kürzere – Wege per Rad zurückzulegen. Mit 122 aktiven Radlern und 31.000 zurückgelegten Kilometern war das Stadtradeln laut Stadtverwaltung erneut ein voller Erfolg. Damit sparte man mehr als 4500 Kilogramm CO2 ein. Eine erneute Teilnahme am Stadtradeln ist vom 20. Juni bis zum 10. Juli möglich.

2 LED-Beleuchtung in den Umkleideräumen der Turnhalle Hinter Burg: Im Laufe des Jahres 2021 wurde durch Austausch der konventionellen Beleuchtung in Umkleideräumen der Grundschule Hinter Burg durch LED-Paneele der Stromverbrauch im Betrieb um rund zwei Drittel gemindert. Durch eine zusätzliche Bewegungsmeldersteuerung konnte man zudem die Betriebszeiten deutlich reduzieren. Insgesamt sind somit jährlich mehr als 1000 kWh Strom und 400 Kilogramm CO2 einsparbar. Allein durch die eingesparten Stromkosten hat sich die LED-Beleuchtung bereits nach maximal drei Jahren finanziell amortisiert.

3 LED-Beleuchtung in der Grundschule St.Veit: Bereits zu Beginn des Jahres 2021 wurde die Flurbeleuchtung der Grundschule St. Veit ausgetauscht. Diese war bereits deutlich in die Jahre gekommen, wodurch hier noch erhebliches Einsparpotenzial bestand. Insgesamt generiert man dadurch Einsparungen von rund 800 kWh Strom und spart jährliche 320 Kilo CO2. Lichtqualität und Helligkeit wurden zudem verbessert. Zum Jahresende hin stellte man die Beleuchtung aller Räume im Erdgeschoss auf LED-Technik um. Durch diesen Tausch wird mit Stromeinsparungen von rund 3500 kWh im Jahr gerechnet sowie mit einer jährlichen CO2-Einsparung von rund 1400 Kilo und einer Etatentlastung jährlich von mehr als 1000 Euro. Durch die längere Haltbarkeit der Leuchtmittel kann man den Wartungsaufwand reduzieren und laufende Kosten senken.

4 Fotovoltaikanlage Grundschule Hinter Burg: Ein großes Ziel in Sachen Klimaschutz konnte man durch die Installation einer 30-kWp-Fotovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach der Grundschule Hinter Burg zum Jahresende hin erreichen. Durch die PV-Anlage werden jährlich durchschnittlich 28.500 kWh Strom erzeugt. Da bei der Erzeugung von PV-Strom kein CO2 freigesetzt wird, entspricht dies einer jährlichen CO2-Einsparung von 11.400 Kilo CO2 gegenüber dem Netzbezug der gleichen Menge Strom. Der von der Anlage erzeugte Strom wird dabei zum großen Teil direkt durch die Schule verbraucht. Dadurch reduzieren sich die Stromkosten erheblich. Nur der Überschuss wird ins Netz eingespeist und entsprechend der Einspeisevergütung der Stadt vergütet. Die Stromerzeugung mittels Fotovoltaik ist zentraler Baustein der Energiewende, hier möchte die Stadt Mayen vorne dabei sein und plant daher die Installation weiterer Anlagen. Aktuell laufen schon Planungen für weitere Anlagen im Bereich Erlebniswelten Grubenfeld.

5 Teilnahme am Fahrgemeinschaftsvermittler Pendla: Die Stadt möchte die Verkehrswende aktiv unterstützen. Denn trotz verbessertem ÖPNV-Angebot und steigender Verbreitung von E-Bikes nutzen die meisten Pendler das Auto zur Arbeit. Häufig ist der Grund, dass es keine oder nur wenig attraktive Alternativen gibt. Um dies zu ändern, beteiligt sich die Stadt seit Kurzem am Projekt Pendla. Dabei handelt es sich um einen Dienstleister zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften zwischen Pendlern. Durch gemeinsame Fahrten wird der CO2-Ausstoß reduziert, die Verkehrsdichte nimmt ab und Parkplätze werden entlastet. Für Nutzer sind Anmeldung und Nutzung kostenlos. Die Kosten trägt die Stadt. Interessierte können sich unter www.mayen.pendla.com/ dashboard melden

Ansprechpartner: Klimaschutzmanager Helge Lippert, Telefon 02651/881.503, E-Mail helge.lippert@Mayen.de