Verfahren rutscht wegen Flut im Ahrtal auf hinteren Platz der Priorisierungsliste: Flurbereinigung in Kell kommt – Verfahren geht allerdings erst 2024 weiter
Verfahren rutscht wegen Flut im Ahrtal auf hinteren Platz der Priorisierungsliste
Flurbereinigung in Kell kommt – Verfahren geht allerdings erst 2024 weiter
In dem Andernacher Höhenstadtteil Kell war die Flurbereinigung einst höchst umstritten, die Auseinandersetzung landete sogar vor Gericht. Inzwischen hat sich die Aufregung rund um das Flächenneuordnungsverfahren gelegt. Martina Koch (Archiv)
Das Flurbereinigungsverfahren im Andernacher Stadtteil Kell kam über viele Jahre hinweg nicht richtig in die Gänge: 1959 war es erstmals angeordnet worden, lag dann mehrere Jahrzehnte auf Eis und wurde 2015 schließlich ganz eingestellt. Seitdem das Oberverwaltungsgericht in Koblenz den Einstellungsbeschluss 2018 für rechtswidrig erklärte, steht fest: Die Flurbereinigung in Kell kommt. Bis es soweit ist, werden sich die Betroffenen allerdings noch in Geduld üben müssen. Bis 2024 ruht das Verfahren, informiert der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung Kell um den Vorsitzenden Erich Schlich.
Lesezeit 3 Minuten
Rückblick: Dass es in dem inzwischen 63 Jahre währenden Verfahren bisher nicht richtig voranging, war in erster Linie den komplexen Eigentumsverhältnissen rund um die bebaute Ortslage geschuldet: Das Flurbereinigungsgebiet umfasst 495 Hektar und ist in Tausende Parzellen zersplittert, die mehr als 300 Grundstücksbesitzern gehören.