Archivierter Artikel vom 18.01.2022, 11:47 Uhr
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Kaisersesch/Mayen

Eifelquerbahn rollt wieder nach Gerolstein: Trasse ist nach neun Jahren wieder befahrbar

Wahre Begeisterungsstürme unter Eisenbahnfreunden löste die Nachricht aus, dass sich ein Zug der Netzinstandhaltung der Deutschen Bahn – erstmals nach neun Jahren – auf den Weg von Kaisersesch in Richtung Gerolstein aufmachte. Entlang der Strecke sammelten sich Interessierte und dokumentierten die Fahrt der gelben Lok. Der Verein Eifelquerbahn zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung.

Von Kevin Rühle
Von Kaisersesch aus macht sich eine Lok auf zur Probefahrt in Richtung Gerolstein.  Foto: Noah Wand
Von Kaisersesch aus macht sich eine Lok auf zur Probefahrt in Richtung Gerolstein.
Foto: Noah Wand

Die Probefahrt sei erfolgreich verlaufen, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Zustand der Strecke sei nach neun betriebsfreien Jahren erfreulich. Darstellungen aus früheren Gutachten seien widerlegt, ein neues Gutachten bescheinige eine uneingeschränkte Nutzbarkeit für Überführungsfahrten. Auf der stillgelegten Eifelquerbahn sollen nun verschiedene Loks überführt werden. Dazu zählen auch historische Rheingold-Wagen der AKE Eisenbahntouristik. Der Eifelquerbahnverein hat hierzu eine detaillierte Liste mit Überführungsfahrten, die zwischen dem 13. und dem 18. Januar stattfinden, veröffentlicht.

Welche Chancen eine Reaktivierung der Eifelquerbahn hat, wird die anstehende Nutzen-Kosten-Analyse für den Betrieb der Strecke zeigen. Eine im Jahr 2014 erstellte Untersuchung ließ aufgrund offenbar überhöhter Kostenschätzungen eine Reaktivierung unrentabel erscheinen.