40.000
  • Startseite
  • » Panorama
  • » Schon im April erwischt: Maikäfer-Jahr wird es aber nicht
  • Aus unserem Archiv
    Rheinland-Pfalz

    Schon im April erwischt: Maikäfer-Jahr wird es aber nicht

    Die ersten Maikäfer sind schon unterwegs. Während sie sich im pfälzischen Bienwald richtig wohlfühlen und man sie schon von den Bäumen schütteln kann, machen sie sich aber im Norden des Landes weiter rar.

    Muss der Maikäfer noch lernen: An Metalltüren hochklettern klappt nicht so gut. Versucht hat er es In Ingelheim am Wasserwerk an einem Schuppen. Bild: <a href="http://maria-herzger.eu/maikaefer-im-april-unverhofft-kommt-oft/" target="_blank">Maria Herzger</a>
    Muss der Maikäfer noch lernen: An Metalltüren hochklettern klappt nicht so gut. Versucht hat er es In Ingelheim am Wasserwerk an einem Schuppen. Bild: Maria Herzger
    Foto: privat

    Unsere Leserin Maria Herzger hat das eher seltene Exemplar auf dem großen Foto in Ingelheim (Kreis Mainz-Bingen) entdeckt. Ein kleines Glück, denn mit einem richtigen Maikäferjahr oder gar einer Plage ist in den nördlichen Regionen des Landes nicht zu rechnen, wie Forstleute und Naturschützer berichten. Im Bienwald beobachten Experten die vermehrte Population, bekämpfen sie aber nicht, wie es im Forstamt heißt. Dagegen sehen sich baden-württembergische Behörden wie schon in den Vorjahren gezwungen, Maikäfer mit Giftduschen am Kaiserstuhl zu bekämpfen, um Schäden im Weinbau und in der Landwirtschaft zu verhindern.

    Karl Hofstätter gelang die Aufnahme in Bad Ems. Fast sieht es aus, als hätte sich der Maikäfer einen passenden Untergrund zur Tarnung ausgesucht. Für ein Foto aus einer anderen Perspektive stand er auch nicht mehr zur Verfügung - da war der kleine Kerl schon wieder losgebrummt. Bild: <a href="http://twitter.com/khofsttter" target="_blank">Karl Hofstätter </a>
    Karl Hofstätter gelang die Aufnahme in Bad Ems. Fast sieht es aus, als hätte sich der Maikäfer einen passenden Untergrund zur Tarnung ausgesucht. Für ein Foto aus einer anderen Perspektive stand er auch nicht mehr zur Verfügung - da war der kleine Kerl schon wieder losgebrummt. Bild: Karl Hofstätter 
    Foto: privat

    Naturschützer kritisieren die Sprühaktionen, weil die Giftstoffe beispielsweise auch Schmetterlinge töten. Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Die Entwicklung von der Larve bis zum Käfer dauert etwa vier Jahre. Nach drei Jahren als Larve im Boden schlüpfen die Käfer im Herbst aus ihren Puppen und überwintern. Im Frühjahr graben sie sich an warmen Abenden zum Flug aus dem Waldboden aus. Während die Engerlinge genannten Larven im Boden die Wurzeln von Bäumen fressen, machen sich Maikäfer über frische Triebe von Weinreben und Laubbäumen her. us/dpa

    Panorama
    Meistgelesene Artikel