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Kleine Hündin Pepper rettet neues Herrchen

Erst rettete Rentner Bernd Wallad aus Heimbach die fünfjährige Rehpinscher-Dame Pepper vor dem Tierheim. Zwei Tage darauf stürzte er nahe dem Friedhof gut zehn Meter tief eine Böschung herunter. Das Tier reagierte prompt.

Ein Herz und eine Seele sind Pepper und Bernd Wallad seit der Rettungsaktion nur zwei Tage nach der Aufnahme des Rehpinschers.  Foto: Robin Brand
Ein Herz und eine Seele sind Pepper und Bernd Wallad seit der Rettungsaktion nur zwei Tage nach der Aufnahme des Rehpinschers.
Foto: Robin Brand

Heimbach – Die fünfjährige Rehpinscher-Dame Pepper ist kein Hund, der einen Gefallen lange unbeantwortet ließe. Das bewies sie ihrem Herrchen Bernd Wallad nur zwei Tage nachdem der sie vor dem Tierheim gerettet hatte. Bei einem Spaziergang rutschte Wallad, der seit einem Schlaganfall halbseitig gelähmt ist, an einer steilen Böschung in der Nähe des Heimbacher Friedhofs ab, stürzte den Hang hinunter und blieb erst etwa zehn Meter weiter, zwischen Bäumen und Büschen, liegen.

Vergeblich um Hilfe gerufen

Im strömenden Regen rief er um Hilfe, doch die nächsten Häuser und deren Bewohner waren außer Hörweite, berichtet Wallad. "Mehr als eine Stunde musste ich auf Hilfe warten", erinnert sich Wallad. Als er schließlich gefunden wurde, war er unterkühlt und musste mehrere Tage zur Behandlung einer doppelseitigen Lungenentzündung ins Krankenhaus. Dass er allerdings überhaupt gefunden wurde, hat er seinem quirligen Rehpinscher-Mischling zu verdanken.

Pepper bellte ununterbrochen

Immer wieder lief der Hund von der Unglücksstelle zu den nächstgelegenen Häusern, bellte dabei ununterbrochen. Eine Anwohnerin wurde schließlich auf Pepper aufmerksam. Nachdem der Hund die Frau zu Wallad geführt hatte, alarmierte diese weitere Helfer. Spätestens da wusste Wallad: "Den Hund geb ich nicht mehr her."

Als das Ehepaar Wallad Pepper zwei Tage vor dem Unfall für einige Tage zur Probe aufgenommen hatte, war das der erste Hund für Bernd Wallad. Zuvor hatte der 58-Jährige eher negative Erfahrungen mit dem für viele besten Freund des Menschen gemacht. Der Biss eines Dobermanns prägte den Katzenliebhaber lange Zeit.

Die lebhafte Pepper brauchte allerdings nicht lange, um aus Wallad auch einen Hundefreund zu machen. Eine Bekannte seiner Nichte hatte ein neues Zuhause für Pepper gesucht. Als Bernd Wallad und seine Frau Inge hörten, dass der kleine Hund sonst womöglich ins Tierheim wandern würde, nahmen sie ihn zur Probe auf, Pepper dankte es auf ihre Weise. Mittlerweile ist sie auch der Liebling bei den vier- und elfjährigen Enkeln, berichtet Inge Wallad. "Sie ist einfach einzigartig", sagt sie und Bernd Wallad nickt lächelnd.

Von unserem Reporter Robin Brand

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