Die am Montag aus dem Meer gerettete Diana Salim stammt aus der Stadt Sibuco in der Provinz Zamboanga del Norte. Die 25-Jährige war am Freitag mit Teilen ihres Hauses ins Meer gespült wurden. Ein Frachtschiff entdeckte die Frau, die sich an Trümmer geklammert hatte, im Meer treibend bei der philippinischen Stadt Antique, etwa 450 Kilometer Luftlinie entfernt vom Unglücksort. „Dianas Rettung lässt uns weiter hoffen, dass wir auch andere Überlebende finden“, sagte der Bürgermeister von Sibuco dem Radiosender DXRZ.
„Tembin“ war am Freitag in der südlichen Region Mindanao auf Land getroffen. Mehr als 97.000 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Häuser wurden weggeschwemmt, viele Straßen waren durch umgestürzte Bäume und Geröll unpassierbar. Die Stromversorgung war ebenfalls unterbrochen.
Nach Verlassen der Philippinen nahm der Sturm am Sonntag nach Angaben von Meteorologen wieder an Stärke zu. „Tembin“ zog nach Westen und nahm Kurs auf den Süden Vietnams. Dort sollte er am späten Montag mit Böen von etwa 100 Kilometern pro Stunde auf Land treffen, warnte die vietnamesische Wetterbehörde. Die Region wird nur selten von Wirbelstürmen getroffen.
Menschen stehen in der philippinischen Provinz Zamboanga von einer während eines Tropensturms beschädigten Brücke.




Erst vergangene Woche waren auf den Philippinen 54 Menschen umgekommen, als der Sturm „Kai-Tek“ über die Inselgruppe zog. Der südostasiatische Inselstaat wird jedes Jahr von durchschnittlich 20 Wirbelstürmen getroffen. 2016 kamen durch den Taifun “Haiyan" mehr als 6000 Menschen ums Leben. dpa