„Die neue Koalition muss hier strenge Regeln gegen Stress im Job und zu Hause vereinbaren“, forderte er.
Kritik kommt von Unternehmerseite: Der rheinland-pfälzische Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmerverbände (LVU), Werner Simon, hält eine gesetzliche Regelung für überflüssig. „Kein Arbeitnehmer ist gezwungen, abends auf dem Sofa seine E-Mails zu checken und für den Chef erreichbar zu sein“, sagt er. „Es ist gelebte Praxis in den Unternehmen, die Freizeit der Mitarbeiter zu respektieren.“
Simon fragt sich außerdem, wie ernst es die IG Metall mit einem kategorischen Kommunikationsverbot nach Dienstschluss meint: „Soll das etwa heißen, dass in der letzten Nacht der Koalitionsverhandlungen die Führungskräfte der IG Metall nicht miteinander kommuniziert haben? Dies gilt umso mehr für Tarifverhandlungen, die nach unseren bisherigen Erfahrungen mit der IG Metall eine ungezügelte Kommunikation erzeugen – auch nachts.“
Dem Arbeitgeberverband BDA zufolge haben die Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht: „Engagement und Leistungsbereitschaft sollten nicht zwangsweise eingeschränkt werden.“
