Bischofsheim/Kreis Groß-Gerau – Der in Bischofsheim erschossene Polizist ist nicht wegen seines Berufes getötet worden. Das Tatmotiv sei in der Persönlichkeit des mutmaßlichen Schützen zu suchen, teilten die Ermittler am Freitag in Darmstadt mit.
Weitere Details wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Ein 57-Jähriger hatte sich am späten Donnerstagabend widerstandslos festnehmen lassen, nachdem die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung erhalten hatte.
Der 50-jährige Polizist war am Mittwochabend in Zivil unterwegs, er ging mit seiner Frau, einer Bekannten und seinem Hund am Rand eines Feldes spazieren. Der Gruppe fiel auf, dass ihr ein Mann folgte und immer dann anhielt, wenn sie auch stoppte. Der Polizist sprach den Mann laut den Ermittlungen an und verlangte den Ausweis. Daraufhin habe der Mann unvermittelt und mehrfach auf den 50-Jährigen geschossen. Der Polizist starb noch am Tatort.
Der mutmaßliche Todesschütze rannte fort, er wurde aber am späten Donnerstagabend nach Hinweisen aus der Bevölkerung in seiner Wohnung widerstandslos festgenommen. Nach Angaben der Ermittler hat er die Tat gestanden. Inzwischen sei Untersuchungshaft gegen den 57-Jährigen erlassen worden.
