Weltweit arbeiten Forscher an Gegenmitteln, weltweit bringt die besondere Situation mitunter das Beste in den Menschen zum Vorschein, weltweit rücken Solidarität und Gemeinschaft in den Vordergrund. Auch wir als Redaktion geben unsere tägliche Suche nach guten und schönen Nachrichten im Strom der Corona-Krisenmeldungen nicht auf und möchten Ihnen auch heute wieder acht Nachrichten mit auf den Weg geben, die hoffentlich ein bisschen Mut und gute Laune machen:

1 Hunderte wollen helfen – freiwillig
Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat auf seinen Aufruf an Reservisten wegen der Corona-Krise bereits 730 Anfragen erhalten. „Davon können recht zeitnah 380 Reservisten beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingesetzt werden“, sagte ein Sprecher des Sanitätswesens. Ihm zufolge hat sich auch Fachpersonal gemeldet, das vorher nicht in der Bundeswehr gearbeitet hat. Diese Interessenten sind an zivile Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die Johanniter oder die Malteser verwiesen worden. Um Reservisten kurzfristig für den Dienst in sogenannten stationären Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr zu gewinnen, hat der Sanitätsdienst eine Hotline unter der Nummer 0261/896.324 44 eingerichtet.

2 Der Terminator, ein knallhartes Vorbild
Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger (72) hat seine Fans dazu ermuntert, während der Coronavirus-Pandemie die eigenen vier Wände nicht zu verlassen. „Bleibt so viel wie möglich zu Hause. Hört auf die Experten, ignoriert die Idioten“, schrieb der Schauspieler beim Kurznachrichtendienst Twitter und sendete eine optimistische Botschaft: „Wir werden das gemeinsam durchstehen.“ Unter dem Tweet verlinkte Schwarzenegger ein Video von sich, einem Zwergpony und einem Esel, um zu zeigen, dass er mit gutem Beispiel vorangeht. „Wir gehen nicht raus, wir gehen nicht in Restaurants, wir tun hier nichts mehr dergleichen. Wir essen bloß und haben eine gute Zeit“, sagt der 72-Jährige (zu sehen unter ku-rz.de/stayhome).
3 Lachen ist die beste Medizin
So schlimm die Krise auch sein mag, den Humor verlieren die Menschen nicht. Besonders im Internet ist Lachen derzeit offenbar die beste Corona-Medizin. Eine kleine Auswahl: Bei WhatsApp geht derzeit ein Bildchen rum, auf dem steht: „Rate dringend von Hamsterkäufen ab. Habe zwei gekauft, jetzt sind es 31 – und die fressen mir die letzten Vorräte weg.“ Bei Instagram wiederum wird ein netter Spruch zum Thema „Bleibt daheim“ besonders häufig geteilt. Dort heißt es im Original: „Your grandparents were called to war. You're being called to sit on a couch. You can do it!“ Auf Deutsch etwa: „Eure Großeltern mussten in den Krieg. Ihr müsst nur daheim auf der Couch bleiben. Das schafft ihr!“ Zusätzlich kursieren unzählige Corona-Witze. Ein Beispiel: „Was haben wir ein Glück, dass das Virus aus China importiert worden ist. Stellt euch nur mal vor, wie schlimm alles wäre, wenn es ein Original gewesen wäre.“
4Kampf den Falschmeldungen
Über soziale Netzwerke verbreiten sich Falschnachrichten zum Coronavirus beinahe genauso schnell, wie das Virus selbst im realen Leben. Experten raten deshalb dazu, gerade jetzt sorgfältig den Ursprung von Nachrichten in sozialen Netzwerken oder Messengern wie WhatsApp zu überprüfen und auf den Originalseiten der Medien und Behörden nachzuschauen. Dort finden sich verlässliche und aktuelle Informationen – zum Beispiel relevante Rufnummern, an die man sich im Notfall wenden kann. In Rheinland-Pfalz geht das unter anderem auf der Internetseite www.corona.rlp.de
5 Merkel mit türkischen Untertiteln
Stell dir vor, dein Umfeld ist im Krisenmodus – und du verstehst es nicht. So geht es vielen Menschen, die noch nicht lange in ihrer zweiten Heimat leben. In Coronavirus-Zeiten produziert ein Onlinesender für Geflüchtete in der Schweiz deshalb Videos mit den behördlichen Empfehlungen zum Schutz vor einer Infektion in zahlreichen Sprachen. Die Resonanz ist enorm: Die Videos auf Arabisch, Kurdisch, Kasachisch und in vielen anderen Sprachen wurden innerhalb einer Woche auf der Facebook-Seite mehr als 300.000-mal angeklickt. „Wir dürfen nicht vergessen, die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“, sagte der Gründer des Onlinesenders Mark Bamidele Emmanuel. Der Nigerianer war selbst geflüchtet. Er studierte Elektro- und Kommunikationstechnik und gründete den Sender 2018 im Keller eines Mehrfamilienhauses bei Bern, weil er keine relevanten Inhalte für Menschen mit Migrationshintergrund fand. Diaspora TV ist auf Facebook und der Internetseite des Senders zu sehen. Die Moderatoren arbeiten weitgehend ehrenamtlich. Auch der Podcast von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und den Maßnahmen dagegen ist mit türkischen Untertiteln erschienen.
6 Reden hilft gegen die Angst
Der Soziologe Heinz Bude rät in der Corona-Krise zum Gespräch, um Ängsten zu begegnen. „Wir besiegen die Angst, indem wir über sie reden“, sagte Bude in einem Interview mit dem Internetportal t-online.de. „So zeigen wir unseren Mitmenschen, dass sie mit ihren Ängsten nicht allein dastehen. So können wir jetzt Respekt und Solidarität leben.“ Eine „Unfassbarkeit der Gefährdung“ angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sei das Hauptproblem. „Wir greifen zum Smartphone, weil wir Bescheid wissen wollen, merken aber: Je mehr wir uns informieren, desto unfassbarer wird die Gefahr.“
7 Zocker machen es vor: Sie bleiben daheim
Oft macht man es den PC-Spielern zum Vorwurf – in der aktuellen Krise hingegen ist das Verhalten geradezu vorbildlich: Ganz offensichtlich halten sich die Zocker an die Regeln und bleiben daheim. Ein Beleg dafür: Die Games-Plattform Steam erreichte am Wochenende einen Höchstwert gleichzeitig aktiver Spieler bei 20,3 Millionen. Es ist ein steiler Anstieg in kurzer Zeit. Die 19-Millionen-Marke war erst Anfang Februar überschritten worden, wie aus der Steam-Statistik hervorgeht.
8 Estland teilt sein Bildungsgeheimnis
Estland gilt in Europa als ein Vorreiter der digitalen Bildung – und zeigt sich in der Corona-Krise solidarisch. Angesichts von Schulschließungen wegen des Coronavirus will der Baltenstaat seine digitalen Lernangebote für Fernunterricht kostenlos mit anderen Ländern teilen. Dies teilte das Bildungsministerium mit. Die elektronischen Lösungen von estnischen Anbietern aus dem Bildungsbereich wurden dazu auf einer Internetseite aufgelistet. In Estland werden derzeit mehr als 153.000 Schüler von zu Hause aus unterrichtet.