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Erfolgsmodelle: So finden & bedienen lokale Händler ihre Kunden im Netz

Erfolgsmodelle aus der Region: So finden und bedienen lokale Händler ihre Kunden im Netz

Elektronikmarkt

„Surfen auf der Marktwelle“ – dieses Motto füllt Wolfgang Hanses gleich doppelt mit Leben. Als Chef des Elektrofachmarktes Euronics- Hanses in Sinzig betreibt er bereits seit sechs Jahren auch einen Onlineshop, und für sein Konzept unter dem Titel „Internet als Chance für den Fachhandel“ hat er den Trainerpreis 2013 vom Bundesverband ausgebildeter Trainer und Berater bekommen. Seit 1926 gibt es das Fachgeschäft. Doch wer dort einkaufen will, kann dies eben auch im Internet.

Mit Euronics hat Hanses einen Verbundpartner, der bei Einkauf und Werbung hilft. Und er kann auf der Plattform so viele Produkte zeigen wie ein Großmarkt. Doch Hanses präsentiert auf der Seite auch eigene Schwerpunkte, Angebote und Serviceleistungen. Dazu zählen so ungewöhnliche Dinge wie ein Reparaturservice für teure Kaffeevollautomaten. So bringt das Internet neue Kunden, die dann auch persönlich in den Laden kommen.

Buchhandel

„Lieferung binnen 24 Stunden – das können Buchhändler schon lang“, sagt Jörg Wagner, der kein Buchhändler, sondern Banker ist. Seit Mai führt er mit seinem Geschäftspartner Ralph Effgen im Nebenberuf die 126 Jahre alte Traditionsbuchhandlung Schulz- Ebrecht in Idar-Oberstein, die zuvor bereits geschlossen war. Nun hat sich ihr Internetauftritt zu einer interaktiven Informations- und Einkaufsplattform gemausert. Neben Bestsellerlisten, Videos mit Autoreninterviews oder Hörbuchausschnitten, die der Großhändler bereitstellt, füllt Wagner ein virtuelles Bücherregal mit Empfehlungen seiner Mitarbeiter.

„So haben wir 200 Bücher eines regionalen Autors verkauft. Der läuft bei uns besser als Dan Brown“, sagt er. Wagner betreut den Shop nach Feierabend, wickelt Bestellungen ab, kommuniziert mit Kunden, stellt ständig neue Inhalte ein. Der Aufwand lohnt sich: Schon in den ersten Monaten macht er 10 Prozent seines Geschäfts im Internet.

Sportfachgeschäft

„Wenn der Kunde online einkauft, ist es uns am liebsten, wenn er es bei uns tut“, sagt Oliver Krumholz, der als selbstständiger Händler der genossenschaftlich organisierten Intersport-Gruppe sieben Sportfachgeschäfte zwischen Koblenz und Bad Neuenahr führt. Seit März betreibt er einen eigenen Onlineshop zusammen mit Intersport, hinter dem das Sortiment der gesamten Gruppe steht. „Bei Kunden kommt gut an, dass sie die Ware im Internet bestellen und im Laden an- und ausprobieren oder im Laden für sich reservieren können“, erzählt er.

Passt ein Teil nicht, kann er Käufern oft eine Alternative bieten. Zwei Vollzeitkräfte pflegen den individualisierten Internetauftritt, der auf einem Baukastensystem der Intersportgruppe basiert, und wickeln die Bestellungen ab. Retouren nimmt der Händler ebenfalls im Laden entgegen. Hat er einen Artikel einmal nicht selbst vorrätig, greift er auf sein „verlängertes Regal“ im Netz zurück. nim

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