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    Johann Lafer: Im Januar gibt's nun mal keine Erdbeeren

    Regional, Saisonal, Biologisch und Fair sind die Eckpfeiler einer sehr guten Ernährung. Es geht nicht nur darum, satt zu werden, sondern um die Nachhaltigkeit unseres Lebensstils und um den echten Geschmack.

    Sternekoch Johann Lafer macht sich regelmäßig an Schulen für gutes Essen stark – hier auf Stippvisite an der Grundschule Guldental.
    Sternekoch Johann Lafer macht sich regelmäßig an Schulen für gutes Essen stark – hier auf Stippvisite an der Grundschule Guldental.

    Durch die Verwendung regional produzierter Lebensmittel und Getränke verbleibt die Wertschöpfung in der Region. Zusätzlich wird die Umwelt durch den Wegfall weiter Transportwege und unnötiger Verpackungen entlastet. Die Produkte sind saisonal frisch, und man weiß, woher sie stammen.

     

    Erdbeeren im Januar? Am Obst- und Gemüseangebot im Handel ist kaum noch zu sehen, welche Jahreszeit herrscht. Möglich wird das Überangebot durch weite Transportwege und Glashausanbau. Im beheizten Glashaus wird fünf bis zehn Mal mehr Energie verbraucht als beim Freilandanbau. Saisonales Obst und Gemüse aus der Region können voll ausreifen und schmecken viel besser als unreif geerntete Importware. Zugegeben, im Winter gibt es kein Riesenangebot, jedoch auch viele nicht so bekannte Gemüsesorten wie Pastinaken oder Portulak.

     

    Doch – nach wie vor wächst in unserer Region nicht alles. Hier empfehle ich, beim Einkauf auf fairen Handel zu achten. Mit unserem Einkaufsverhalten bestimmen wir mit, ob Lebensmittel unter sozial verträglichen Bedingungen hergestellt werden. Der faire Handel garantiert Erzeugern für ihre Produkte feste Abnahmemengen und Preise. Bei Produkten wie Kaffee, Tee, Bananen, Kakao und vielem mehr lohnt es sich daher, auf fairen Handel zu achten.

     

    In jedem Fall bio? Nun, in unserem Land ist auch die konventionelle Landwirtschaft sehr gut aufgestellt. Aber die biologische Landwirtschaft verbraucht weniger Primärenergie als die konventionelle und verursacht weniger Kohlendioxid. Tiergerechte Haltung, biologisches Futter, organische Düngung und Pestizidverzicht sind hier selbstverständlich. Aber auch viele konventionell arbeitende Bauernhöfe unterwerfen sich ähnlichen Regeln. Es gibt inzwischen wieder wunderbare alte Obst- und Gemüsesorten, auch „glückliche“ Kühe sowie Hühner, die im Freiland viel Auslauf haben. Natürlich haben gute Lebensmittel einen anderen Preis, aber sich gut zu ernähren, ist eine Frage des Setzens von Prioritäten.

     

    Essen direkt vom Bauern: Regionales und Saisonales gehört auf den Teller Vitaminbomben erhalten: Nährstoffgehalt hängt massiv von der Art der Zubereitung abPulverpüree und Tütenterrine? Nix da! - Mit Schulkindern unterwegs bei der Hofarbeit
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