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Mainz

Mainzer Posaunist reist mit Germin Brass um die Welt

Er ist ein echter Mainzer Bub, wohnt in Karlsruhe, pendelt von dort seit über 20 Jahren an seine Arbeitsstelle beim Staatsorchester Stuttgart und ist mit dem Ensemble "German Brass", das zu den bekanntesten Blechbläserensembles auf dem Globus gehört, in den Konzertsälen in aller Welt heimisch. Alexander Erbrich-Crawford ist Posaunist. Und tirtt am Samstag mit "Germin Brass" erstmalig in seiner Geburtsstadt Mainz auf.

German Brass
German Brass ist eines der weltweit besten Blechbläserensembles. Rechts im Vordergrund der in Mainz geborene Posaunist und Arrangeur Alexander Erbrich-Crawford.
Foto: German Brass

Mainz – Er ist ein echter Mainzer Bub, wohnt in Karlsruhe, pendelt von dort seit über 20 Jahren an seine Arbeitsstelle beim Staatsorchester Stuttgart und ist mit dem Ensemble "German Brass", das zu den bekanntesten Blechbläserensembles auf dem Globus gehört, in den Konzertsälen in aller Welt heimisch. Alexander Erbrich-Crawford ist Posaunist. Und tritt am Samstag mit "German Brass" erstmalig in seiner Geburtsstadt Mainz auf.

Seine Karriere hat er einer Eigenart zu verdanken, die er bis heute beibehalten hat. "Schon als kleiner Bub bin ich oft pfeifend durch die Gassen der Mainzer Altstadt in der Nähe der Stephanskirche gelaufen", erinnert sich Erbrich-Crawford. Dort ist er aufgewachsen, und dort wird er quasi von der Straße weggecastet.

"Eine Tages wurde ein Herr wegen meines Pfeifens auf mich aufmerksam und fragte mich, ob ich nicht ein Blechblasinstrument lernen wolle", erzählt der Musiker weiter. Besagter Herr ist Hans Gerards, seines Zeichens Kammermusiker am Mainzer Staatstheater und langjähriger Leiter des Bläserkreises von St. Stephan.

Ermutigt durch Gerards Zuspruch, beginnt Erbrich-Crawford mit neun Jahren Posaunenunterricht an der Jugendmusikschule zu nehmen, spielt bald in diversen Orchestern und Bands, unter anderem auch an seiner Schule, dem Willigis-Gymnasium, verfeinert später sein Posaunenspiel am Peter-Cornelius-Konservatorium.

Nach dem Abitur 1984 tritt er ins Heeresmusikkorps 8 in Garmisch-Partenkirchen ein, 1985 wiederum spielt er an der Musikhochschule in München vor, wird dort genommen, etabliert sich schnell in der Szene. "Süddeutschland ist eine Hochburg für Blechbläser", erläutert Erbrich-Crawford, der zum Geldverdienen neben seinem Studium unter anderem in Tanzorchestern in die Posaune bläst.

Nach vier Jahren hat Erbrich-Crawford sein Studium beendet, findet sofort eine Anstellung als Posaunist im Staatsorchester an der Oper Stuttgart – und knüpft bald erste zarte Bande zu "German Brass". "Einer der Mitbegründer von ,German Brass', Enrique Cres-po, war Kollege beim Rundfunkorchester des SDR, heute SWR. Als ich dort mal aushalf, sprach er mich auf das Ensemble an", erinnert sich Erbrich-Crawford. Der Posaunist lässt sich nicht lange bitten und steigt als Springer bei der zehnköpfigen Truppe ein. Seit 1999 ist er dort festes Mitglied und arrangiert, neben seinem Kollegen Matthias Höfs, inzwischen die Stücke für die Kombo.

",German Brass' ist eigentlich für uns alle nur ein ,Just-for-fun-Projekt'", gibt sich der Musiker bescheiden. Und dennoch feiert er gerade mit diesem Ensemble weltweit Erfolge. Erfolgsgarant ist dabei die Musik von "German Brass", eine sehr hörbare und kurzweilige, Genre übergreifende Mischung, wobei sich das Repertoire von geistlicher Barockmusik bis hin zu Dixieland erstreckt.

Vielfalt in der Einheit: Das Bemerkenswerte an "German Brass" ist, dass es zehn Individualisten und renommierten Solobläsern deutscher Spitzenorchester gelingt, bei den etwa 40 jährlichen Konzerten einen unverwechselbaren und einmaligen Gesamtklang hervorzuzaubern. Und das zum Großteil mit eigenen Arrangements.

"Mit ,German Brass' habe ich noch nie in Mainz gespielt", sagt Erbrich-Crawford mit Vorfreude in der Stimme. Beim heutigen Konzert wird wohl ein guter Teil des Publikums aus Vater, Mutter und Schwester, die nach wie vor in Mainz leben, und vielen Mainzer Freunden bestehen. Zweimal pro Jahr kommt er in seine Geburtsstadt, das ist nicht häufig, aber bei insgesamt rund 310 Auftritten jährlich ist mehr nicht drin. Die Heimat trägt er aber nach wie vor im Herzen: "Ich bin Mainzer. Das geht nie weg." Willkommen zu Hause.Dominic Schreiner

Germann Brass spielen am Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, in der Kirche St. Stephan in Mainz-Gonsenheim. Eintritt: 18 Euro.

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