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    Mainzer Hochschule platzt aus allen Nähten

    Wer die Wahl hat, hat die Qual. Zahlreiche Schüler pilgerten am Infotag zur Mainzer Uni. Wir haben uns unter die Neuankömmlinge gemischt.

    Etliche Schüler informierten sich an der Uni über Studienmöglichkeiten.
    Etliche Schüler informierten sich an der Uni über Studienmöglichkeiten.
    Foto: Harry Braun

    Mainz - Im Minutentakt spucken die Busse Massen von jungen Leuten aus. Am Hauptportal, dem Forum, stehen Studenten und verteilen die Zeitung "Unipress" an die Neuankömmlinge.

    Vor den Infotafeln mit den Wegweisern haben sich Menschentrauben gebildet. Ein paar Einzelkämpfer stehen am Rand und schauen in den Lageplan eines Infoheftes, heben suchend den Kopf, um anschließend wieder in das dicke Heft zu blicken. An der Johannes Gutenberg Universität Mainz brummt und summt es an allen Ecken. Es ist der Tag der offenen Tür, und auf dem Gelände herrscht der Ausnahmezustand.

    Einmal im Jahr pilgern hunderte Schüler aus Rheinland-Pfalz und den umliegenden Bundesländern nach Mainz, um Hörsaal-Luft zu schnuppern. Die Uni hat für die Oberstufenschüler ein informatives Paket geschnürt: Es präsentieren sich mit Einführungsveranstaltungen, angefangen von A wie Archäologie bis Z wie Zahnmedizin, nicht nur die Studienfächer; auch Vorträge zum Bachelor- und Auslandsstudium sollen die Qual der Studienwahl erleichtern.

    Im Flur des Philosophicums, vor Raum 1, ist es so laut, das die hintersten der Schüler, die sich wie die Sardinen in der Ölbüchse in den Hörsaal quetschen, die Dozentin nicht mehr hören, geschweige denn sehen. Im Vorraum sitzen Franziska Bastan und Anya Heider auf einer Bank. Sie haben vorerst kapituliert. Eigentlich wollten sie sich die Einführung in die "American Studies" anhören, "jetzt warten wir bis zur nächsten Veranstaltung", sagt die 17-jährige Bastan aus Ingelheim. Beide interessieren sich für einen zweisprachigen Studiengang: "Damit hat man bessere Chancen auf dem internationalen Arbeitsmarkt", ist sich Heider sicher.

    Auch im "Rewi", dem Gebäude der Rechtswissenschaften, herrscht eine Atmosphäre wie auf dem Flughafen. Keiner weiß, wohin er soll, alle plappern, lachen und rufen durcheinander. Shirin Nöll hat es sich mit ihrer Klassenkameradin auf der großen Treppe gemütlich gemacht und überbrückt die Wartezeit bis zur Jura-Einführung. Um sie herum staut es sich, weil zu viele Menschen nach oben wollen. In die Wirtschaftswissenschaften haben sie schon reingeschnuppert. "Das war ganz interessant", meint Nöll, die sich, wie viele beim Tag der offenen Tür, noch für eine Menge andere Fachgebiete interessiert.

    Auch wenn nach so einem Tag geballter Infoflut nur selten eine endgültige Entscheidung fällt, hatten Nöll und alle anderen Schüler immerhin genug Zeit, sich endgültig von einem der gängigen Uni-Klischees zu verabschieden: Das alle Soziologen Taxifahrer werden. gio

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