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Mainz

Kleine Physiker tüfteln schon in der Grundschule

Zwei Mainzer Schulen dürfen sich jetzt MINT-freundliche Schule nennen. Das Maria Ward Gymnasium und die Martinusschule in der Oberstadt wurden gemeinsam mit 25 weiteren Schulen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Sie sind die ersten Schulen in unserem Bundesland, die diesen Titel tragen.

Die Initative MINT zeichnet Schulen aus, die sich in besonderem Maße um die Vermittlung der Fächer Mathematik, Informatik. Naturwissenschaften und Technik bemühen.
Die Initative MINT zeichnet Schulen aus, die sich in besonderem Maße um die Vermittlung der Fächer Mathematik, Informatik. Naturwissenschaften und Technik bemühen.
Foto: dpa/picture alli

MINT – die vier Buchstaben stehen für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Fächer, die manchem beim Gedanken an die eigene Schulzeit bestimmt den ein oder anderen Schweißtropfen auf die Stirn treiben.

Das soll sich ändern, wenn es nach der Initiative "MINT – Zukunft schaffen" geht. Sie zeichnet Schulen aus, die sich in besonderem Maße um die Vermittlung der MINT-Fächer kümmern.

"Die Berufschancen und Entwicklungsperspektiven in den MINT-Berufen sind hervorragend", hebt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der MINT-Initiative, die Bedeutung der Fächer heraus. "Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2030 eine Expertenlücke von vier Millionen freien Stellen im MINT-Bereich geben, sowohl akademisch als auch nicht akademisch." Mittlerweile gebe es jedoch einen Rückgang von bis zu 40 Prozent in den handwerklichen Berufen wie Dreher, Fräser und Monteur. Dem will die Initiative entgegenwirken, in dem sie früh das Interesse der Kinder und Jugendlichen für naturwissenschaftlich-technische Berufe weckt. "Die kindliche Neugier ist vorhanden. Es ist unsere Aufgabe, sie zu erhalten und weiter auszubauen", bekräftigt die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen.

Den Schulen komme hierbei eine wichtige Schlüsselposition zu. 14 Kriterien gibt es, die eine Schule zu einer MINT-freundlichen Schule machen. Ganz oben auf der Liste stehen unter anderem gut ausgestattete Übungsräume, moderne Arbeitsmethoden oder ein besonderer Fokus darauf, auch Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern, das Angebot an die Schüler, an regionalen und überregionalen Wettbewerben im MINT-Bereich teilzunehmen sowie eine praxisnahe Berufsorientierung in Form von engen Kontakten zu lokalen Unternehmen stehen ebenfalls im Kriterienkatalog. Zehn der geforderten Punkte gilt es zu erfüllen, dann wird in einem dreistufigen Prüfungsverfahren entschieden, ob eine Schule das Prädikat MINT-freundlich erhält. Wie die Vorgaben einer weiterführenden Schule umgesetzt werden, vermag man sich vergleichsweise einfach vorzustellen.

Wie die Grundschule Martinusschule in der Oberstadt die Vorgaben umsetzt, erklärt Markus Haid, Professor an der Hochschule Darmstadt, der an der Schule das Projekt "Die kleinen Physiker" betreut: "Mit den Schülern der dritten und vierten Klasse veranstalte ich zwei Mal pro Halbjahr und Klasse einen Projektvormittag zu bestimmten naturwissenschaftlichen Themen. Auch die Eltern bringen sich ein, das ist Klasse!" So habe ein Vater zum Thema Schall einen Besuch im ZDF-Tonstudio ermöglicht.

Doch die Schulen qualifizieren sich nicht alleine. "Es braucht außerdem einen außerschulischen Partner, der den Schulen hilft, praxisnahe, gute Fragestellungen zu finden und bei der Beantwortung zur Seite steht", bringt die Ministerin die zahlreichen Unternehmen ins Spiel, die "ihre" Partnerschule unterstützen und als Ansprechpartner aus der Berufswelt zur Verfügung stehen. In der Regel hat jede Schule ein Unternehmen als Partner an ihrer Seite.

Denn so sorgen sie für ihre eigene Zukunft und die der Schüler vor. Sarah Weingarten

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