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Furcht vor Lärm durch US-Flieger

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Schmidt will sich wehren. Und der 65-Jährige ist nicht der einzige. Im Oktober hat er mit anderen die "Bürgerinitiative (BI) gegen Fluglärm Wiesbaden" gegründet. Schmidt ist Sprecher der Initiative. Er spricht von einer guten Entwicklung der Anti-Lärm-Bewegung, von "schon jetzt 150 Leuten in unserem Mailverteiler". Und er weiß, dass die Wut wächst. Aus Stadtteilen wie Bierstadt hört er immer wieder Aussagen wie "Im Dorf kocht es".

Die BI beteiligt sich auch an der Arbeit der stadtteilübergreifenden "Bürgerinitiative gegen Lärm und Gefahren durch US-Flugzeuge" (BiLGUS). Doch der Protest richtet sich nicht nur gegen Flüge der US-Armee, sondern auch gegen die Lärmbelastung des Frankfurter Flughafens. Die BI fordert ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr, die Stilllegung der neuen Landebahn Nordwest, Begrenzungen der Flugbewegungen. Einen weiteren Flughafenausbau lehnt sie ab. Eine andere Forderung lautet: "Der Schutz der Bevölkerung muss vor den Wirtschaftsinteressen stehen."

Der Terminkalender ist voll. Schmidt und seine Mitstreiter sind ständig unterwegs. Auch im März planen sie wieder einige Aktionen. Zum Beispiel am 15. März um 18 Uhr, anlässlich einer Informationsveranstaltung im Kulturforum mit Bürgermeister Arno Goßmann (SPD). Schmidt wirft Goßmann genauso wie Oberbürgermeister Helmut Müller (CDU) vor, Interessenpolitik zu betreiben, zu mauscheln, sich nicht wirklich für die Bürger verantwortlich zu fühlen, die sich gegen Fluglärm wehren. Mehr Unterstützung erhofft er sich von den Ortsbeiräten. "Wir wissen, dass sich CDU und SPD in Ortsbeiräten oft anders verhalten als im Rathaus", sagt Schmidt. In den kommenden Wochen will die Initiative noch mehr Bürger ansprechen. Sie will auf die Probleme und Gefahren aufmerksam machen, die sich ihrer Ansicht nach bei einem Umzug der US-Armee ergeben. Dazu gehören Flüge über Industrieanlagen.

Schon heute fliege die US-Armee zum Beispiel ständig über das Werk von Infraserv, kritisiert Schmidt. "Die Piloten nutzen Infraserv als Anflug- beziehungsweise Orientierungspunkt." Das sei hochgefährlich und eine große Bedrohung, nicht nur für die Beschäftigten. Dimitri Taube

Mainzer Rhein-Zeitung
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