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Mainz

Fest für Kinder in Mainz ein Riesenerfolg

Ein Mal im Jahr bietet der Volkspark eine Fülle von Möglichkeiten für Kinder jeden Alters, mit Behinderung oder ohne und aller Nationalitäten und Kulturen. Dann ist im Volkspark das große Kinderfestival der Landessportjugend. 70.000 Kinder waren dabei.

Mainz – Ein Mal im Jahr bietet der Volkspark eine Fülle von Möglichkeiten für Kinder jeden Alters, mit Behinderung oder ohne und aller Nationalitäten und Kulturen. Dann ist im Volkspark das große Kinderfestival der Landessportjugend. Ein wahres Märchenreich an über 60 Stationen mit Bewegungsspielen tut sich da auf, Maskottchen wie MRZ-Summi oder die Maus locken zum Bühnenprogramm. Jetzt war es wieder so weit und in der Hälfte der Zeit sagte Thomas Biewald: "Ich glaube, wir werden den Rekord diesmal knacken." Um die 60 000 Besucher werden immer erwartet, bei diesem schönen Wetter könnten es gut und gern 70 000 werden, schätzte der Landessportbund-Vorsitzende.

Ein Traum

Was den Kleinen wie ein wahr gewordener Traum vorkommen muss, hat noch einiges mehr zum Ziel als den puren Spaß. Bewegung soll der Kindergesundheit dienen, Prävention sie stärken, die Beschäftigung mit erneuerbaren Energien, erster Hilfe und medizinischen Grundkenntnisse den Blick schärfen für die Zukunft und die kommenden Aufgaben. Bei den Angeboten der Universitätsmedizin lernten Kinder spielerisch lebenswichtige Dinge. Den Gedanken der Nachhaltigkeit erklärt Thomas Biewald so: "Wenn sie nach Hause kommen, werden die Kinder sich erinnern und sagen: Mama ich habe heute ein kleines Kind wiederbelebt, ich zeig dir, wie´s geht."

Bis zu 100 Meter lang waren die Schlangen vor den Highlights, an den Klettertürmen und -gerüsten des Klettergartens mitten auf der großen Wiese, beim Bobfahren mit der Mainzer Rhein-Zeitung, und groß das Gedränge und der Spaß beim Maskottchen-Wettrennen. Für Kinder mit Einschränkungen stand jeweils ein Inclusion-Guide des TV Laubenheim bereit. Die Idee, wirklich allen Kindern die Teilhabe am bundesweit einzigartigen Festival zu ermöglichen, steht dahinter. "Wir entwickeln uns weiter", so Biewald zum Aspekt der steten Verfeinerung der pädagogischen Zielsetzung. Doch ohne die Sponsoren ginge es nicht. Das ist auch Thomas Biewald klar. "Im letzten Jahr stand die Finanzierung auf der Kippe", gesteht er ein. Doch auch hier setzt man auf Weiterentwicklung. Man habe einen Großsponsor für den Löwenanteil gewinnen können und die Art der Zusammenarbeit mit anderen, unter anderem der Mainzer Rhein-Zeitung, auf längere Dauer geregelt. Das gibt mehr Planungssicherheit.

Als Punktlandung bezeichnet Biewald das diesjährige Fest. Kinder strampelten bei Juwi auf dem Rad, bis die Birne leuchtete oder fuhren mit dem Elektroflitzer, andere absolvierten mit dem E-Tri-Bike den EWR-Geschicklichkeitsparcours, lernten spielerisch von Twinkel, dass es gesund ist, Obst zu essen und oder die Spielkonsole auch mal aus der Hand zu legen.

Eine Herausforderung

Doch nicht nur organisatorische und pädagogische Ziele gilt es dabei für die Sportjugend umzusetzen, das Kinderfestival ist auch eine enorme logistische Herausforderung für die Macher. Größer ist das Festival geworden und vielfältiger und es braucht 500 bis 600 freiwillige Helfer, dazu THW und Rettungsdienste, Security. Auch die Politik hatte sich uneigennützig eingebracht. So verkaufte Bildungsministerin Doris Ahnen Lose für die Johanniter-Tombola an so manchen, der eigentlich gar keins wollte, für den guten Zweck und von vielen unerkannt mitten unter den Besuchern. Mit so viel Unterstützung aller Beteiligten gut gerüstet, wagte Thomas Biewald einen Blick in die Zukunft. Das 20. Kinderfestival soll in ein paar Jahren alles bisher Dagewesene übertreffen und so richtig unvergesslich werden. Helene Braun

Mainz
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