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    Mainz

    Der Hund ist oft ihr einziger Freund

    Der Verein "Armut und Gesundheit" hilft den besten Freunden der Obdachlosen: Ihre Hunde werden kostenlos geimpft. Rund 60 Tieren konnte so geholfen werden.

    So richtig angenehm ist es Lucky sichtlich nicht, aber sein Herrchen Manni legt Wert darauf, dass sein Hund von Tierärztin Cornelia Krebs geimpft wird: eine Aktion des Vereins Armut und Gesundheit.
    So richtig angenehm ist es Lucky sichtlich nicht, aber sein Herrchen Manni legt Wert darauf, dass sein Hund von Tierärztin Cornelia Krebs geimpft wird: eine Aktion des Vereins Armut und Gesundheit.
    Foto: Harry Braun

    Mainz - Nicht nur Obdachlose brauchen zwischendurch medizinische Hilfe, auch ihre Hunde haben eine gewisse Grundversorgung nötig. Aber wie soll sich jemand, der 11 Euro pro Tag Unterstützung bekommt, zum Beispiel eine Impfung leisten können, die 50 bis 60 Euro kostet?

    Weil die Hunde für die Nichtsesshaften aber wichtig sind, hat der Verein "Armut und Gesundheit" vor fünf Jahren die Hunde-Impfaktion ins Leben gerufen.

    "Die Hunde tun den Obdachlosen gut. Es ist wichtig, dass sie einen Freund haben. Der hilft ihnen, das Leben auf der Straße zu ertragen", sagt Dr. Monica Orth, die für den Verein Armut und Gesundheit gemeinsam mit Dr. Gerhard Trabert seit 15 Jahren Wohnungslose medizinisch versorgt. "Viele von ihnen sind einsam und leben sehr isoliert. Die Vierbeiner sorgen hier für Kontakte, und weil sie versorgt werden müssen, wächst bei den Hundebesitzern auch das Verantwortungsgefühl. Das ist auch ein erster Schritt zurück in eine Gemeinschaft."

    Einmal im Jahr bezahlt der Verein deshalb Impfung und Entwurmung. Durch Aushänge unter anderem an den Auszahlungsstellen werden die Wohnungslosen auf die Vorsorgeaktion aufmerksam gemacht. Vergangene Woche waren es 37, gestern kamen noch einmal rund 25 Vierbeiner in der Pfarrer Landvogt-Hilfe und erhielten von Tierärztin Dr. Cornelia Krebs eine Spritze.

    Die Vierbeiner waren alle lieb, weiß Dr. Orth. "In keinem Fall hat die Tierärztin einen Maulkorb gebraucht." Und die Obdachlosen waren dankbar. "Selbst wenn sie selber sich nicht impfen lassen: Wenn es um die Gesundheit ihrer Hunde geht, zeigen die meisten eine enorme Fürsorge." Irmela Heß

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