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Budenheim

Budenheim setzt auf Blockheizkraftwerke

Die Gemeinde Budenheim ist seit Jahren mit ihren Werken dabei, die Energiewende zu gestalten, gerade im Bereich der Effizienz. Nach Blockheizkraftwerken (BHKW) im Schulzentrum und Erwin-Renth-Zentrum gingen nun offiziell zwei weitere BHKW an den Start.

Lohtar Butzbach, Rainer Becker und Christoph Zeis begutachten ein neues Blockheizkraftwerk.  Foto: Harry Braun
Lohtar Butzbach, Rainer Becker und Christoph Zeis begutachten ein neues Blockheizkraftwerk.
Foto: Harry Braun

Bürgermeister Rainer Becker und Lothar Butzbach, Vorstand der Gemeindewerke, sahen sich die Anlagen an. "Die Energiewende reduziert sich zurzeit nahezu auf Stromersparnis, wir setzen auf Effizienz", sagte Butzbach.

Budenheim betreibt sein eigenes Stromnetz, das BHKW leistet doppelt. Es erzeugt Wärme und Strom, den die Budenheimer ins Netz einspeisen. Davon profitieren alle. In den Wohnbau-Blocks in der Heidesheimer Straße werden nun 59 Wohnungen von einem BHKW mit Wärme und Strom versorgt.

Adam Molczyk von der Wohnbau Budenheim ist zufrieden: "Wir haben in den letzten zwei, drei Jahren 45 Prozent der Wohnungen umgestellt, und weitere werden folgen." EDG-Geschäftsführer Christoph Zeis, der die Anlagen umsetzt, urteilt: "Die Kraft-Wärme-Kopplung mit dezentralen Blockheizkraftwerken ist die Königsdisziplin, um mit der effizientesten Deckung des Wärmebedarfs in Gebäuden gleichzeitig auch Strom zu erzeugen."

Die Anlage im Keller in der Heidesheimer Straße 82 hat 150.000 Euro gekostet und versorgt 50 Wohneinheiten, die im Schwimmbad ist fünf Mal so groß und beliefert neben Waldsporthalle und Bürgerhaus noch etwa 70 Wohnbauwohnungen in der Jahnstraße. Insgesamt wurden 500.000 Euro investiert. Mit dieser Investition will die Gemeinde auf ökologischer Seite 50 Prozent der CO2-Emissionen einsparen und gleichzeitig wirtschaftlich für bezahlbare Energie sorgen.

Die Budenheimer BHKW werden mit Erdgas gespeist, keine regenerative Energie. Becker meint: "Ich bin ein großer Befürworter der BHKW-Technik, weil sie viel effizienter ist als die Photovoltaik-Technik zum Beispiel." Butzbach weiß: Es geht auch mit Pellets. Der Ablauf ist gleich. "Der Motor treibt den Generator an, die anfallende Wärme wird zu Heizzwecken verwendet." Reicht es nicht, wird der Spitzenleistungskessel zugeschaltet, wird zu viel produziert, sind zwei Pufferspeicher vorhanden. Gesteuert wird das Ganze von außen mittels Internet. Gibt es Fehler, fällt die Anlage gar aus, kann Zeis es vom Tablet aus beheben. Und noch einen Vorteil: "Man ist von der Erdgassteuer befreit und als Eigenerzeuger auch von der Stromsteuer."

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