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    Beim Strompreis stehen Versorger noch auf der Leitung

    Mainz. Experten gehen davon aus, dass Stromkunden zum Jahreswechsel mit spürbaren Preiserhöhungen rechnen müssen. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox prognostiziert einen Anstieg von vier Prozent.

    Die Energiekosten sollen erneut steigen, Strom könnte bis zu vier Prozent teurer werden.
    Die Energiekosten sollen erneut steigen, Strom könnte bis zu vier Prozent teurer werden.
    Foto: dpa

     Mainz - Experten gehen davon aus, dass Stromkunden zum Jahreswechsel mit spürbaren Preiserhöhungen rechnen müssen. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox prognostiziert einen Anstieg von vier Prozent.

    Als Grund wird zum einen die Erhöhung der EEG-Umlage, die dem Ausbau der erneuerbaren Energien dient, ins Feld geführt. Ein weiterer Preisfaktor sind zudem die Entgelte für die Nutzung der Netze, die derzeit noch nicht abgeschätzt werden können.

    Die regionalen Stromanbieter lassen sich derzeit nicht in die Karten schauen, warten noch einen Monat ab. Beim Mainzer Stromversorger Entega ist man derzeit noch in der "Prüfungsphase", wie Sprecher Gert Blumenstock versichert. Mitte November will die Wiesbadener ESWE Versorgungs AG ihren Kunden reinen Wein einschenken. "Nach unten werden die Preise sicherlich nicht gehen", hält sich Sprecher Roland Krämer bedeckt.

    Doch müssen die Kunden den Mehrpreis Erhöhung zähneknirschend zahlen oder gibt es Alternativen, wenn die Versorger sechs Wochen vor einer Umstellung ihrer Informationspflicht nachkommen? "Sie müssen nicht", weiß Hans Weinreuter, Energiereferent bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. "Die Verbraucher sollten von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und sich nach günstigeren Angeboten umsehen." Hilfreich ist dem Experten zufolge wie beim Gas das Internet, speziell die Tarifrechner der Verbraucherportale wie Verivox, Check24 oder Toptarif. Bei Eingabe von Verbrauch und Postleitzahl spuckt die kostenlose Suchmaschine eine Liste aus.

    Aber hier ist Vorsicht angebracht. Viele Rechner arbeiten mit voreingestellten Daten, die Bezahlrhythmus, Laufzeit und Verrechnung der Boni festlegen. Daher muss der Nutzer vor der Berechnung sämtliche Häkchen entfernen, Einstellungen wegklicken und die für ihn wichtigen einstellen. Denn sonst sortieren die Rechner die vielen verschiedenen Stromanbieter automatisch nach dem besten Preis. Das ist zwar praktisch, doch für manchem Kunden zählen auch andere Aspekte etwa, dass der Anbieter in erneuerbare Energien investiert. Und Neukundenboni machen nur für gewiefte Sparfüchse einen Sinn, die sich nicht scheuen, jedes Jahr erneut zu wechseln. Voreingestellt ist laut Weinreuter zudem das teure Grundversorgungsmodell. Andere Modelle seinen auf den ersten Blick nicht erkennbar, versteckten die sich häufig unter dem Button "Weitere Einstellungen". Da hilft es nur, alle Tarife, die dem eigenen entsprechen, genau zu prüfen, um die Ersparnis zu ermitteln.

    Verivox hat inzwischen auf die Kritik von Verbraucherschützern reagiert. Künftig werden Nutzer aufgefordert, vor dem Preisvergleich auszuwählen, ob Tarife mit Vorauskasse oder Kautionszahlungen berücksichtigt werden sollen oder nicht. Der Grund hierfür ist, dass im Falle einer Anbieterinsolvenz das vorab entrichtete Geld ganz oder teilweise verloren ist. Sabine Jakob

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