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Mainz

Azubi-Alarm im Mainzer Handwerk

Will das Handwerk nicht in absehbarer Zeit personell auf dem Trockenen stehen, muss dringend Nachwuchs her. Denn trotz Jugendarbeitslosigkeit bleiben schon jetzt Ausbildungsstellen unbesetzt.

Handwerk
Dem Handwerk fehlt der Nachwuchs.
Foto: DPA

Mainz – Will das Handwerk nicht in absehbarer Zeit personell auf dem Trockenen stehen, muss dringend Nachwuchs her. Denn trotz Jugendarbeitslosigkeit bleiben schon jetzt Ausbildungsstellen unbesetzt.

Wie soll das erst werden, wenn die geburtenschwachen Jahrgänge die Schulen verlassen?

Seit rund zwei Jahren versucht deshalb Kreishandwerkermeister Felix Harth, mit Schulen ins Gespräch zu kommen – mit mäßigem Erfolg: Über 30 Schulen wurden angeschrieben, nur drei reagierten.

Jetzt startet die Kreishandwerkerschaft als Vertretung von 1200 Mitgliedsbetrieben im Kreis Mainz-Bingen einen neuen Versuch – und hofft auf Reaktionen. Denn seiner Ansicht nach kann das Handwerk durchaus zur Belebung des schulischen Alltags beitragen – und damit zugleich vielleicht seine Nachwuchssorgen beheben.

Ziel der Aktion sind Kooperationsverträge zwischen Handwerk und Schule. Die Betriebe verpflichten sich darin, als Ansprechpartner für Fragen aus den Schulen zur Verfügung zu stehen; und die Schulen benennen zum einen einen Lehrer als Ansprechpartner für die Kreishandwerkerschaft, zum anderen geben sie den Betrieben die Möglichkeit, den Schülern Berufsbilder aus dem Handwerk vorzustellen.

Denn es ist wohl nicht nur der geringe Verdienst, der die Jugendlichen davon abhält, eine Lehre im Handwerk zu machen, sondern oft auch schlicht Unkenntnis. "Auch für Kinder, die zurzeit aufs Gymnasium gehen, kann es eine Alternative sein, abzugehen und erst mal eine Lehre im Handwerk zu machen", betont Harth, der in Gesprächen erfahren hat, dass vielerorts eine hohe "Schulmüdigkeit" der Schüler beobachtet wird.

Er plädiert dafür – und damit wendet er sich auch an die Eltern, die eigentlich den höchsten Schulabschluss für ihre Kinder wollen -, dass vor allem Schüler mit handwerklichen Fähigkeiten die Freiheit haben, erst mal eine Lehre im Handwerk zu machen. Danach könne man immer noch studieren oder weiter lernen.

Von unserer Redakteurin Irmela Heß

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