Täter beschädigen in Alsbach seit Mitte 2020 Gebäude und Gegenstände und sprühen Graffiti - Hakenkreuz in Tisch geritzt
Zerstörungswut im Westerwald: Ist es Corona-Langeweile?

Westerwald/Alsbach. Ist es die große Langeweile während Corona-Pandemie und Lockdown, jugendlicher Leichtsinn oder schlicht Frustration und blinde Zerstörungswut? Die Ortsgemeinde Alsbach hat seit Juli 2020 mit blinder Zerstörungswut im Ort zu kämpfen. Immer wieder schlagen die unbekannten Täter in der kleinen Ortsgemeinde zu und beschädigen Gebäude und Gegenstände, sprühen Graffiti, knicken Pfosten und Laternen um. Jüngste Eskalation: Die Täter ritzten mit einem roten Stift ein Hakenkreuz und die Inschrift „Sieg Heil“ in einen Holztisch. Polizei und Staatsanwaltschaft sind eingeschaltet, doch bislang fehlt von den Tätern jede Spur. Die Gemeinde Alsbach steht damit exemplarisch für eine Vielzahl anderer Westerwälder Kommunen, die aktuell eine Zunahme solcher Delikte registrieren.

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„Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich von all dem halten soll“, ist die Alsbacher Ortsbürgermeisterin Heike Christmann ratlos. Die Liste der Beschädigungen und Schmierereien im Dorf ist lang. „Ich habe allmählich fast den Überblick verloren, so viele Dinge sind inzwischen passiert.

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