
Aufgefallen war der Bulgare bei einer Kontrolle eines italienischen Fernreisebusses, der in die Bundesrepublik einreisen wollte. Die Beamten der Bundespolizei staunten nicht schlecht, als sie die Personalien des Mannes mit ihrer Fahndungsdatenbank abglichen: Gleich vier Einträge fanden sich darin.
Zum einen wurde der Bulgare von der Staatsanwaltschaft Koblenz gesucht, weil er vom Amtsgericht Montabaur wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu einer Geldstrafe in Höhe von knapp 3500 Euro verurteilt worden war. Zudem war er wegen Trunkenheit im Verkehr in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis vom Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen zur Zahlung von 3000 Euro verurteilt worden, hatte diese aber ebenfalls nicht beglichen.
Er wurde außerdem von der Staatsanwaltschaft Bielefeld wegen Subventionsbetruges sowie von der Staatsanwaltschaft Münster wegen Betruges gesucht. Da der Mann die Geldstrafen vor Ort nicht begleichen konnte, wurde er ersatzweise zur Verbüßung einer Freiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Kempten gebracht.
