Zwischen Steinebach und Hartenfels wurde offenbar schon vor Hunderten von Jahren ein mächtiger Grenzverhau angelegt: Stück Historie hergestellt: Doppelgebück im Gelände sichtbar gemacht
Mit einer ausführlichen bebilderten Infotafel wird zwischen Steinebach und Schenkelberg auf das im Gelände wieder sichtbar gemachte, rekonstruierte Doppelgebück hingewiesen, dass offenbar schon vor Hunderten von Jahren als Grenzverhau angelegt wurde. Markus Müller
Steinebach a. d. W./Hartenfels. Wer aufmerksam die Straße von Steinebach an der Wied in Richtung Schenkelberg entlang fährt, dem fällt seit einiger Zeit in der letzten Kurve vor der Kreuzung mit der B 8 am Hohenborn eine interessante Anlage auf: Dort wurde mit dem Ausbau der Landesstraße 292 ein Stück historisches Doppelgebück wiederhergestellt. Die Trasse durchschneidet hier den Gebückstreifen der benachbarten Flure „Gebücksplatz“ und „Dellenheide“. Der Verlauf des Doppelgebücks entlang der Gemeindegrenzen von Steinebach und Hartenfels ist in der Karte der Mertinger Heide schon 1766 und später dann in Forstkarten von 174 und 1782 eingetragen.
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Bei der Planung des Straßenausbaues war die Idee entstanden, das Doppelgebück als Bodendenkmal wieder örtlich wahrnehmbar zu modellieren. Auch der Grenzstein zwischen den Gemeinden sollte durch eine Stele aus Basalt hervorgehoben werden. Das Vorhaben wurde in einer Gemeinschaftsmaßnahme der Ortsgemeinden Hartenfels und Steinebach sowie des Landesbetriebs Mobilität in Diez verwirklicht.