Selterser Revierförster erläutert Prinzip und Hintergründe
Prinzip Klumpenpflanzung: Förster lässt der Natur Platz und spart Geld
Andrej Kolkus schlägt im Selterser „Oberwald“ Stöcke neben den Eichensämlingen ein. Darüber werden die Schutzhüllen gesteckt (im Hintergrund zu sehen), die die Pflänzchen vor Verbiss schützen und zugleich ein günstiges Kleinklima bieten, welches das Wachstum fördert. Auf dem ehemaligen Fichtenstandort von rund 2,5 Hektar Fläche werden circa 1800 Sämlinge mit Vollschutz gesetzt.
Katrin Maue-Klaeser

Selters. Dürre und Borkenkäfer haben auch im Revier Selters Freiflächen verursacht, wie sie sonst nur noch nach heftigen Stürmen zu sehen sind. Statt flächiger Aufforstung setzt Förster Nett auf die sogenannte Klumpenpflanzung. Dazu lässt er die Waldarbeiter „Nester“ von rund 30 Setzlingen im Abstand von etwa 20 Metern auf der Fläche verteilen. Innerhalb des Klumpens haben die Pflanzen einen Abstand von etwa anderthalb Metern.

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„Ich bin kein Freund des Herumprobierens.“ Helmut Nett, Revierförster von Selters, überlässt es den forstlichen Versuchsanstalten, trockenheits- und wärmeresistente Baumarten zu ermitteln, die den Forstämtern dann angesichts des Klimawandels empfohlen werden.

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Westerwälder Zeitung

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