So sieht Welschneudorf auf einer Ansichtskarte von 1932 aus. Dort war der junge Pole Tadeusz Prusak von Dezember 1940 an als „ausländischer Zivilarbeiter“, der sich angeblich freiwillig gemeldet hat, als Stallgehilfe, Melker und Feldarbeiter eingesetzt. Sammlung Johannes Kunz
Erneut hat der Historiker und Lehrer Markus Müller aus Nister mit seinen Schülern am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur das Schicksal eines Verfolgten aus der NS-Zeit im Westerwald dokumentiert. Die Schüler erarbeiten auch ein Gedenkobjekt.
Lesezeit 7 Minuten
Im April 1940 erhält der 20-jährige Pole Tadeusz Prusak vom deutschen Arbeitsamt Tomaszow-Lublin im sogenannten „Generalgouvernement“ eine ihn beunruhigende Anweisung. Er muss die lange Reise weit ins Innere des Deutschen Reiches antreten und sich als Arbeitskraft beim Arbeitsamt Montabaur melden.